Gegen kurdische Milizen: Ankara schickt mehr Panzer nach Syrien

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
Gegen kurdische Milizen: Ankara schickt mehr Panzer nach Syrien

<p>Die türkische Regierung hat weitere Panzer in den Norden Syriens geschickt. Ankara will damit Anhänger des sogenannten Islamischen Staats und kurdische Kämpfer von seinen Grenzen fernhalten. Ministerpräsident Binali Yildirim sagte am Samstag, die Türkei werde dort keinerlei dauerhafte kurdische Präsenz dulden. Ein <a href="http://de.euronews.com/2016/08/24/biden-in-ankara-washington-akzeptiert-keinen-kurdenstaat">eigener Staat</a> oder ein autonomes Gebiet etwa würden eine große Bedrohung für die nationale Sicherheit der Türkei bedeuten, so der Ministerpräsident. </p> <p>Ein türkischer Militärsprecher bekräftigte, die Anwesenheit des sogenannten Islamischen Staats und des syrischen Zweigs der in der Türkei verbotenen Arbeiterpartei <span class="caps">PKK</span> nahe der Grenze zur Türkei sei nicht akzeptabel. </p> <p>Mitte der Woche waren syrische Rebellen unter der Deckung türkischer Spezialeinheiten in die Stadt <a href="http://de.euronews.com/2016/08/24/warum-dscharablus-fuer-tuerken-und-kurden-so-wichtig-ist">Dscharablus</a> vorgestoßen, einer Hochburg des sogenannten Islamischen Staat. </p> <p>Berichten zufolge griffen türkische Einheiten auch eine Stellung der kurdischen sogenannten Volksverteidigungseinheiten (<span class="caps">YPG</span>) nördlich von Manbij an. Die Stadt steht unter der Kontrolle dieser <a href="http://de.euronews.com/2016/08/25/tuerkische-armee-setzt-offensive-fort-panzer-ruecken-nach-syrien-vor">kurdischen Milizen</a>, die von den <span class="caps">USA</span> unterstützt werden. Die Zusicherung Washingtons, die kurdischen Kämpfer würde sich von dort zurückziehen, waren zuvor nicht erfüllt worden. </p> <p>Das <span class="caps">NATO</span>-Mitglied Türkei ist auch Teil der von den <span class="caps">USA</span> geführten Koalition gegen den sogenannten Islamischen Staat. In den vergangenen Monaten hatte Ankara die Dschihadisten immer wieder für Bombenanschläge innerhalb der türkischen Grenzen verantwortlich gemacht. Mit Sorge blickt Ankara auch auf die kurdischen Milizen, die verstärkt im Grenzgebiet mit Syrien aktiv sind. In dieser Woche hatte sich die kurdische <span class="caps">PKK</span> zu einem <a href="http://de.euronews.com/2016/08/26/bombenanschlag-im-suedosten-der-tuerkei-regierung-beschuldigt-pkk">Autobombenanschlag auf die Stadt Cizre</a> im Südosten der Türkei an der Grenze zu Syrien mit mehreren Toten bekannt.</p>