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Deutschland: BAMF erwartet bis zu 300.000 Flüchtlinge in diesem Jahr

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Deutschland: BAMF erwartet bis zu 300.000 Flüchtlinge in diesem Jahr

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Keine Entspannung für Deutschland in der Flüchtlingskrise: Allein in diesem Jahr sollen gut 300.000 weitere Migranten und Flüchtlinge ins Land kommen, zusätzlich zu den mehr als eine Million offiziell Registrierten, die vergangenes Jahr kamen. Davon geht der Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Frank-Jürgen Weise aus. Der “Bild am Sonntag” sagte Weise, die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt werde lange dauern und viel kosten. Der Großteil derer, die vergangenes Jahr gekommen seien, fielen zunächst in die Grundsicherung.


Weise: Flüchtlinge können Fachkräftebedarf nicht decken


Der Anteil an Akademikern unter den Migranten liegt seiner Einschätzung nach bei etwa zehn Prozent. Man brauche die Flüchtlinge nicht zur Deckung des Fachkräftebedarfs, so Weise, der zugleich Verständnis für die Sorgen der Bevölkerung äußerte: “Natürlich ist die Situation für viele belastend. Niemand hat sich gewünscht, dass Menschen zu uns flüchten müssen”.

Gabriel: Union hat Herausforderung unterschätzt

Unterdessen gerät die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel angesichts ihrer Flüchtlingspolitik unter Druck. Einer Emnid-Umfrage zufolge lehnt die Hälfte der Deutschen eine weitere Amtszeit Merkels ab. Eine Umfrage der Deutschen Welle zeigt ebenfalls ein gespaltenes Land. Auch SPD-Chef und Vizekanzler Sigmar Gabriel ging auf Distanz zur Regierungschefin. Die Union habe die Herausforderung durch den massenhaften Flüchtlingsandrang unterschätzt, sagte er im ZDF. Es sei undenkbar, dass Deutschland jedes Jahr eine Million Menschen aufnehme, so Gabriel.

Ifo-Chef: Kein zweites Wirtschaftswunder durch Flüchtlinge

Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, sagte derweil gegenüber der “BamS”, es werde “kein zweites Wirtschaftswunder durch die Flüchtlinge geben.” Viele der optimistischen Prognosen, die vergangenes Jahr aufgestellt wurden, seien inzwischen wieder kassiert worden, so Fuest. Die Neuankömmlinge verfügten nur über mangelhafte Berufsqualifikationen und Schulbildung, daher solle man nicht zu viel von ihnen erwarten.

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