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Gene Wilder: "Ich bin nicht lustig"

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Gene Wilder: "Ich bin nicht lustig"

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Gene Wilder ist tot. Der lockige Schauspieler, der mit seinen Rollen als neurotischer Buchhalter in “Frühling für Hitler”, als verrückter Wissenschaftler in “Frankenstein Junior” oder exzentrischer Schokoladenherstellers Willy Wonka in “Charlie und die Schokoladenfabrik” Millionen zum Lachen brachte, wurde 83 Jahre alt.

Wilder litt an Alzheimer. Vor drei Jahren wurde die Krankheit bei ihm entdeckt, an deren Folgen er jetzt starb. Er hielt sie geheim, um seine Fans nicht zu erschrecken, wie sein Neffe Jordan Walker-Pearlman sagte.

Seine Schauspielkarriere begann Wilder auf der Bühne. Doch international bekannt wurde er mit seinen Filmen, besonders denjenigen, die in Zusammenarbeit mit Mel Brooks entstanden: “Frühling für Hitler”, “Der wilde wilde Westen” oder “Frankenstein Junior”, zu dem er auch Teile des Drehbuchs verfasste.

Einige Ausschnitte aus Wilder-Filmen

Mit seinen wilden Haaren und seinem humorumflorten Blick war Wilder nachgerade dazu ausersehen, verrückte Charaktere zu spielen, die in haarsträubende Situationen verwickelt werden. Er konnte aber auch betont cool sein, etwa in seiner Rolle als trunkener Revolverheld in “Der wilde wilde Westen”. Seine charmante Seite zeigte er dann als Chef der Schokoladenfabrik.

Für seine Arbeit wurde Wilder für den Oscar nominiert, gewonnen hat er den Preis am Ende nicht. Eines ist klar: Sein Werk ist bei vielen Generationen beliebt. Tausende meldeten sich nach Wilders Tod bei Twitter zu Wort. Mel Brooks nannte ihn eines der wirklich großen Talente unserer Zeit. “Er hat jeden Film mit seiner Magie und mich mit seiner Freundschaft gesegnet”, so Brooks.

Anders als viele fand Wilder sich selbst nicht sonderlich lustig. In einem Interview mit Robert Osborne sagte er vor drei Jahren, dies sei ein großes Missverständnis. “Alle denken, ich sei ein lustiger Typ, aber das bin ich nicht – außer in Filmen”, sagte er.

Das Interview Wilders mit Robert Osborne

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