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"Boomerang Baby" - auf den Spuren der Dietrich in Ungarn

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"Boomerang Baby" - auf den Spuren der Dietrich in Ungarn

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Auf den Spuren von Marlene Dietrich: In ihrer Show “Boomerang Baby” lässt Andrea Fullajtár Lieder und Gedanken der legendären Diva wiederauferstehen. Ihre Altstimme ist nicht die einzige Gemeinsamkeit der beiden Frauen. Die ungarische Künstlerin ist eine Galionsfigur der Opposition, sie erhebt ihre Stimme für Flüchtlinge, kämpft für die Rechte der Frauen, für Obdachlose und Homosexuelle.

“Als bekannte Person hat man eine größere Verantwortung, man kann in bestimmten Situationen nicht schweigen – wenn eine Minderheit angegriffen wird, beispielsweise. Wer sonst sollte seine Stimme erheben, wenn nicht eine bekannte Persönlichkeit, deren Stimme man hört. Aber auch als Bürger fühle ich mich schlecht, wenn ich schweige. Man muss etwas tun, die Situation kann nicht so bleiben”, so Andrea Fullajtár.

Die Show ist inspiriert von Dietrichs Gedanken über das Leben, die Liebe und die Politik und basiert auf ihrem Buch “Das ABC meines Lebens”.

“Sie hatte nie Angst, das zu sagen, was sie dachte, sie hatte nie Angst vor den Folgen ihrer Worte. Das beeindruckt mich sehr. Auch wenn es oft schwerwiegende Folgen hatte, was sie sagte oder tat. Sie weigerte sich zum Beispiel, ein Filmstar während der Hitlerzeit zu sein. Für ihre in Deutschland lebende Familie verursachte das große Probleme”, so die ungarische Künstlerin.

Als eigenes Element führte Andrea Fullajtár den Bauchtanz in ihre Marlene-Dietrich-Hommage ein: “Während der Proben lernte ich Bauchtanz. Meiner Meinung ist Bauchtanz eine sehr weibliche, erotische Art von Kunst sagte ich dem Regisseur. Aber mit einer härteren Choreografie bekommt man ein seltsames Ergebnis: dissonant und gleichzeitig bemerkenswert.”

“Boomerang Baby” ist das ganze Jahr rund um den Plattensee und in Budapest auf Tour.

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