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Historischer Friedensprozess in Myanmar eingeleitet

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Historischer Friedensprozess in Myanmar eingeleitet

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Historischer Friedensprozess in Myanmar beginnt: In dem südostasiatischen Land sitzen erstmals seit Jahrzehnten Militär, ethnische Minderheiten und bewaffnete Rebellenverbände an einem Verhandlungstisch. Ziel ist eine Aussöhnung, denn bis heute liefern sich die Kämpfer in den Grenzgebieten Gefechte. Eröffnet wurde das Treffen mit mehr als 1700 Delegierten von Außenministerin Aung San Su Kyi.

Sie sagte: “Dies ist für uns eine einmalige Gelegenheit, eine große Aufgabe zu meisten. Sie wird als Meilenstein in die Geschichte unseres Landes eingehen. Ergreifen wir diese großartige Chance mit Weisheit, Mut und Ausdauer, damit wir eine bessere Zukunft schaffen können.”

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon war ebenfalls nach Myanmar gereist. Er betonte, der Weg bis zur Aussöhnung sei lang, aber die Richtung vielversprechend. Myanmars Armeegeneral pflichtet dem bei und fügt hinzu: “Es sind die Mitglieder des Militärs und die Mitglieder der Separatistenbewegungen, die von den negativen Auswirkungen des Krieges direkt betroffen waren, die darunter gelitten haben, dass es keinen Frieden gab, sie verloren Gliedmaßen und oft auch ihr Leben. Es ist notwendig, das endlich zu stoppen, und zwar jetzt.”

Fast 70 Jahre lang tobten in Myanmar Bürgerkriege, mit mehr als 20 ethnischen Separatistenbewegungen. Bis 2011 regierte das Militär, das das Volk brutal unterdrückte, Hunderttausende Menschen wurden vertrieben.

Suu Kyi setzte eine Aussöhnung nach dem haushohen Wahlsieg ihrer Partei vergangenen November auf ihre Prioritätenliste nach ganz oben. Die religiösen und ethnischen Minderheiten fordern mehr Autonomie in dem bitterarmen Land. Das viertägige Treffen ist der Auftakt zu einem monatelangen Friedensprozess.

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