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Riesenschere bei Arbeitslosenquote in der Eurozone

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Riesenschere bei Arbeitslosenquote in der Eurozone

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In der Eurozone ist die Arbeitslosigkeit so niedrig wie seit Juli 2011 nicht mehr, bleibt aber trotz guter Werte in Deutschland und eines positiven Trends vergleichsweise hoch. Laut Eurostat waren im Juli 10,1 Prozent der Erwerbsbevölkerung ohne Job, genau wie schon im Juni und 0,7 Prozentpunkte weniger als vor Jahresfrist. Heißt:1,03 Millionen Arbeitslose weniger als ein Jahr zuvor, aber insgesamt immer noch 16,3 Millionen.

Dabei klafft eine Schere zwischen knapp 5 Prozent in Malta, Tschechien oder Deutschland (berechnet nach Eurostat-Methode) und dem vierfachen Wert in Griechenland und Spanien. Die Bundesagentur für Arbeit hatte für den Monat einen Wert von 6,0
Prozent errechnet, allerdings unterscheiden sich die Methoden der Nürnberger und der Luxemburger Statistiker.

Zum Vergleich: Die Arbeitslosenquote in den USA lag laut Eurostat im Juli bei 4,9 Prozent, nach 5,3 Prozent ein Jahr zuvor.

Für die gesamte EU mit ihren 28 Mitgliedstaaten ermittelte Eurostat für den Juli 8,6 Prozent Arbeitslosenquote, im Vergleich zu 9,4 Prozent ein Jahr zuvor. Insgesamt waren in der EU 21,06 Millionen arbeitslos.

Auch bei den Preisen bewegt sich In der Eurozone nach wie vor kaum etwas. Im August lag die jährliche Inflationsrate laut Eurostat-Schnellschätzung unverändert bei 0,2 Prozent. Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak waren demnach zwar 1,3 Prozent teurer als vor Jahresfrist, gleichzeitig gingen die Energiepreise aber um 5,7 Prozent zurück.

Die seit langem sehr niedrige Inflationsrate macht Ökonomen Sorgen. Die Europäische Zentralbank
(EZB) versucht, mit einer sehr lockeren Geldpolitik gegenzusteuern – ohne dass die Inflation bislang nennenswert steigt.

su mit dpa

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