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Syrischer Flüchtling fährt zu den Paralympics in Rio

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Syrischer Flüchtling fährt zu den Paralympics in Rio

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Der syrische Flüchtling Ibrahim Al Hussein wurde als einer von zwei Athleten für das Team der unabhängigen paralympischen Athleten in Rio nominiert, wie das Internationale Paralympische Komitee mitteilte.
Eigentlich wollte Al Hussein als Schwimmer für Syrien bei den Olympischen Spielen in Rio starten. Doch der Bürgerkrieg in seiner Heimat machte diesen Traum zunichte. Bei einem Raketenangriff verlor er zudem sein rechtes Bein. Als Bootsflüchtling war er dann schließlich über die Türkei nach Griechenland gekommen, wo er als Flüchtling anerkannt wurde. Seiner neuen Heimat ist er ungemein dankbar, wie er mitteilt: “Ich hoffe, beim nächsten Mal für Griechenland starten zu können. Ich habe schon eine Tätowierung der griechischen Flagge. Ich liebe dieses Land, Griechenland ist tief in meinem Herzen!”

Al Hussein lebt in Griechenlands Hauptstadt Athen, wo er auch schon am olympischen Fackellauf teilnahm. Er trainiert mit Hilfe des Griechischen Paralympischen Komitees und wird in Rio im Schwimm-Wettbewerb über 50 und 100 Meter teilnehmen. In der griechischen Hauptstadt hat er erst kürzlich den Staatspräsidenten getroffen, der den Athleten vor der Abreise nach Rio viel Erfolg wünschte: “Ich wünsche ihnen viel Glück und Erfolg und dass sie bald in ihre Heimat zurückkehren können und dass sie Griechenland immer in sich tragen werden.”

Auch wenn mit der Teilnahme an den Paralympics ein Traum für Al Hussein in Erfüllung geht, der größte Wunsch des syrischen Flüchtlings ist das Ende des Krieges in seIner Heimat, wie er im Gespräch mit dem euronews-Korrespondenten verdeutlicht: “Ich hoffe, dass der Krieg In Syrien endlich aufhört, damit diese Katastrophe, dieses Blutvergießen eIn Ende fIndet. Es ist einfach zu schwierig. Was wir machen können? Nun, es gibt nichts in Syrien, die Menschen flüchten, das Problem ist bekannt. In meIner Heimat sind die Bombardements allgegenwärtig.”

Ibrahim Al Hussein wird nach Rio zu den Paralympics reisen und dabei die Menschen seiner Heimat repräsentieren, die vor Gewalt und Elend geflüchtet sind. Er hofft, dass es in vier Jahren kein Flüchtlingsteam mehr geben wird, dass es dann keinen Krieg und somit keine Flüchtlinge mehr gibt.

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