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Trumps Überraschungsbesuch in Mexiko vor Rede zur Einwanderungspolitik

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Trumps Überraschungsbesuch in Mexiko vor Rede zur Einwanderungspolitik

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat bei einem Wahlkampfauftritt im US-Staat Washington einen Überraschungsbesuch in Mexiko angekündigt.

Im Vorwahlkampf hatte er mexikanische Einwanderer als Drogenhändler und Vergewaltiger verunglimpft. Ferner erklärte Trump mehrfach, er wolle im Falle eines Wahlsiegs eine Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen und die Mexikaner dafür bezahlen lassen. Dadurch solle illegale Einwanderung gestoppt werden.

Jetzt habe er die Einladung von Mexikos Präsident Enrique Peña Nieto angenommen. Trump freue sich sehr, ihn morgen zu treffen.

Trump ergänzte bei seinem Wahlkampfauftritt in Everett im Staat Washington:

“Wir werden unsere Grenze sichern und die Einfuhr von Drogen stoppen, weil sie unser Land zerstören. Und darüber werde ich morgen abend sprechen. In meiner großen Rede über Immigration. In Arizona.”

US-Medien berichteten, Trumps neuer Wahlkampfleiter Stephen K. Bannon habe ihm dazu geraten, die Einladung des mexikanischen Präsidenten anzunehmen, damit er sich als Staatsmann präsentieren könne. Fraglich ist, ob Trump an seiner harten Linie festhält, die unter anderem die Ausweisung von rund elf Millionen Menschen ohne gültige Aufenthaltsdokumente vorsieht.

Peña Nieto hatte am vergangenen Freitag sowohl Trump als auch seine Rivalin, die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton, zu einem Mexikobesuch eingeladen. Zuvor hatte er mehrfach erklärt, sich nicht in den US-Wahlkampf einmischen und mit dem nächsten Präsidenten in jedem Fall eng zusammenarbeiten zu wollen.

Für die USA ist Mexiko der drittgrößte Handelspartner. Im vergangenen Jahr betrug das Handelsvolumen über 532 Milliarden US-Dollar. In den USA hängen sechs Millionen Arbeitsplätze vom Handel mit Mexiko ab. 34,6 Millionen Menschen mit mexikanischen Wurzeln leben in den Vereinigten Staaten.

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