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Gabun - Oppositionskandidat Jean Ping beansprucht weiter Wahlsieg

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Gabun - Oppositionskandidat Jean Ping beansprucht weiter Wahlsieg

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Laut dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis holte Ali Bongo 49,80 Prozent der Stimmen, während Oppositionskandidat Jean Ping auf 48,23 Prozent kam, wie Innenminister Pacome Moubelet-Boubeya mitteilte. Allerdings war die Wahl von Betrugsvorwürfen überschattet, den offiziellen Angaben zufolge entschied Bongo die Wahl mit einem hauchdünnen Vorsprung von 5.594 Stimmen für sich. Oppositionskandidat Jean Ping beansprucht weiter den Wahlsieg für sich. Die Wahl war von Betrugsvorwürfen überschattet, für Unruhe sorgte vor allem, das bei einer landesweiten Wahlbeteiligung von 59 Prozent in der Heimatprovinz der Bongos fast 100 Prozent registriert wurden. Nach der Wahl war es zu schweren Ausschreitungen gekommen, unter anderem wurde das Parlamentsgebäude in Brand gesetzt.

Bei einem Angriff der Streitkräfte auf die Parteizentrale der Opposition wurden in der Nacht zum Donnerstag mindestens zwei Menschen getötet und weitere verletzt. Ein Hubschrauber habe das Gebäude bombardiert, am Boden griffen Präsidentengarde und Polizei an, sagte Ping. Zuvor hatten Sicherheitskräfte in der Hauptstadt demnach Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um Proteste der Opposition im Keim zu ersticken. Die Europäische Union, die USA, die frühere Kolonialmacht Frankreich und das Auswärtige Amt in Berlin forderten in Stellungnahmen ein rasches Ende der Gewalt in dem zentralafrikanischen Staat.

Gabun wird seit fast 50 Jahren von der Familie Bongo beherrscht. Ali Bongo trat das Präsidentenamt 2009 nach dem Tod seines Vaters Omar an, der 41 Jahre lang Staatschef war. Trotz reicher Ölvorkommen lebt ein Drittel der Bevölkerung von Gabun in Armut. Wegen des Niedergangs des Erdölsektors wurden tausende Arbeiter entlassen. Sowohl Ping als auch Amtsinhaber Ali Bongo hatten im Wahlkampf einen Neuanfang angekündigt.

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