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Starke AfD bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erwartet

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Starke AfD bei Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern erwartet

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In Mecklenburg-Vorpommern wird ein neuer Landtag gewählt. Alle Umfragen sagen ein Erstarken der rechtspopulistischen AfD im Zuge der Flüchtlingsdebatte voraus, sie könnte auf mehr als 20 Prozent der Stimmen kommen und damit in ein neuntes Länderparlament einziehen. Die Afd hat stark die Themen des Wahlkampfes gesetzt – Zuwanderung und Flüchtlinge, obwohl der Ausländeranteil in Mecklenburg-Vorpommern nur bei 3,7 Prozent liegt. Bis Ende August dieses Jahres kamen ganze 4.600 Asylbewerber, trotzdem haben viele Menschen Ängste und Vorbehalte, die von der Afd aufgenommen wurden: sie plakatierte “Grenzen dicht” und “Terror stoppen”. Spitzenmann Leif-Erik Holm warnte davor, das Mecklenburg-Vorpommern ein “Kalifat” werden könnte, Merkel müsse die “unkontrollierte Masseneinwanderung” stoppen und die “Schotten dicht” machen.

78 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern glauben, Merkels Flüchtlingspolitik habe der CDU geschadet. Ein Jahr nach dem “Wir-schaffen-das” der Kanzlerin drängte diese Frage die meisten anderen beiseite. Innenminister Lorenz Caffier verwies darauf, dass Mecklenburg-Vorpommern besonders viele Menschen abschiebe, die kein Asylrecht haben. Caffier hat sich für ein Burka-Verbot starkgemacht, versprach mehr Polizisten. Das hat sich für die CDU nicht in gute Umfragewerte ummünzen lassen. Die Linke ist als Protestpartei von der Afd abgelöst, aber trotz drohender Verluste für SPD und CDU dürfte es für die Afd allein nicht reichen – aber knapp für eine dritte Auflage der rot-schwarzen Koalition in Schwerin.

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