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Aktivisten: Fassbomben mit Chlorgas gegen Zivilisten in Syrien

Aktivisten und Ärzte in Rebellengebieten der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo werfen der Regierung erneut den Einsatz von Chlorgas vor.

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Aktivisten: Fassbomben mit Chlorgas gegen Zivilisten in Syrien

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Aktivisten und Ärzte in Rebellengebieten der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo werfen der Regierung erneut den Einsatz von Chlorgas vor. Rund 80 Menschen hätten mit Atemproblemen
behandelt werden müssen, nachdem über dem Stadtteil Al-Sukari Fassbomben abgeworfen worden seien. Unter den Opfern sollen 50 Kinder sein.

Ein Mann auf der Straße sagt: “Hier haben die Bomben alles zerstört, das sehen Sie ja, und in den Fassbomben war Chlorgas. Viele konnten nicht mehr atmen. Hier wohnen doch nur Zivilisten. Hier sind doch gar keine Kämpfer.”

Eine Kommission der Vereinten Nationen beschäftigt sich auch mit dem Problem. Ein Sprecher der Vereinten Nationen, Vitit Muntarbhorn, erklärte in Genf: “Wir haben vertrauenswürdige Informationen, denen zufolge in einem Viertel in Aleppo Chlorgas eingesetzt wurde, vor allem Anfang April, am fünften, mehrere Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht wegen Symptomen, die auf Chlorgaseinatmung hinwiesen. Wir gehen auch neuen Vorwürfen nach, die einen Vorfall im August betreffen.”

Einem Ende August veröffentlichten UN-Expertenbericht zufolge hatte Syriens Regierung auch im März 2015 schon in der Provinz Idlib Chlorgas eingesetzt.