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Der Hadsch, die Pilgerreise nach Mekka

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Der Hadsch, die Pilgerreise nach Mekka

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Der Hadsch zählt zu den wichtigsten religiösen Pflichten für Muslime. Hier ein kurzer Überblick über diese Säule des Islam.

Was ist der Hadsch?

Beim Hadsch handelt es sich um eine mehrtägige Wallfahrt in die saudische Stadt Mekka, wo der Prophet Mohammed geboren wurde. Die Reise ist eine der religiösen Pflichten, die jeder Muslim mindestens einmal im Leben erfüllt haben sollte – sofern er gesundheitlich und finanziell dazu in der Lage ist.

Der Hadsch ist eine der sogenannten fünf Säulen des Islam. Die anderen vier sind: Tägliche Gebete, die Gabe von almosen, das Glaubensbekenntnis und das Fasten während des Ramadans.

Pro Jahr kommen rund drei Millionen Muslime aus aller Welt in die Umgebung Mekkas. Nicht-Muslimen ist der Zutritt zur Stadt verboten. Zu den Nichtmuslimen zählt dabei auch die islamische Gemeinschaft der Ahmadiyya.

Der Hadsch beginnt im letzten Monat des islamischen Kalenders, dem Pilgermonat Dhu l-Hidscha.

Zum Höhepunkt des Hadsch findet das Opferfest Eid al-Adha statt, bei dem Tausende Tiere, meist Ziegen und Schafe, geschächtet werden.

Was ist das Hadsch-Ritual?

Zu Beginn des Hadsch-Rituals wird das würfelförmige Gebäude der Kaaba im Hof der Heiligen Moschee (auch: Großen Moschee) in Mekka siebenmal gegen den Uhrzeigersinn umwandert. Nach einem Gottesdienst in der Hauptmoschee ziehen die Gläubigen dann nach Mina und später in Gruppen zum Berg Arafat. Dort wird einen Tag lag gebetet.

Ebenfalls zu den Hadsch-Ritualen zählt die Satanssteinigung, bei der sieben, beziehungsweise ein Vielfaches von sieben, z.B. 49 oder 70 Steine an eine Wand geworfen werden, die symbolisch für den Teufel steht.

Hadsch-Unglücke

Immer wieder kommt es bei der Massenveranstaltung zu teils tödlichen Unfällen. Hier ein Überblick über frühere Unglücke.

11. September 2015: Etwa 107 Gläubige sterben und mehr als 230 werden verletzt, als ein Kran im Sturm auf die Große Moschee in Mekka stürzt.

12. Januar 2006: Ein fatales Gedränge entsteht, als Pilger über mitgebrachte Gepäckstücke auf der Dschamarat-Brücke in Mina stolpern. Nachfolgende Pilger trampeln die Gestürzten zu Tode. 362 Muslime kommen ums Leben.

5. Januar 2006: Ein Pilgerhotel in der Nähe der Großen Moschee stürzt ein, 76 Menschen sterben.

1. Februar 2004: Während der Hadsch-Wallfahrt in Saudi-Arabien werden in Mina 251 Menschen zu Tode getrampelt.

5. März 2001: Mindestens 35 Pilger werden im Getümmel in Mina getötet. Das Unglück ereignet sich bei der rituellen “Steinigung des Teufels”.

9. April 1998: Ebenfalls bei der symbolischen Satanssteinigung sterben in der Ebene von Mina 118 Pilger.

15. April 1997: Bei einem Großbrand in einem Zeltlager kommen mehr als 300 Pilger ums Leben. Das Feuer wird offenbar von explodierenden Gasflaschen ausgelöst, wie sie zum Kochen benutzt werden.

23. Mai 1994: Auf der Dschamarat-Brücke in Mina werden 270 Menschen zu Tode gedrückt.

2. Juli 1990: In einem Tunnel zwischen Mekka und Mina entsteht ein tödliches Gedränge. Vermutlich war die Belüftungsanlage ausgefallen. Mehr als 1400 Pilger ersticken oder werden zu Tode getrampelt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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