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Eskalation im Streit zwischen Iran und Saudi-Arabien kurz vor Beginn der Hadsch

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Eskalation im Streit zwischen Iran und Saudi-Arabien kurz vor Beginn der Hadsch

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Kurz vor Beginn der jährlichen Pilgerfahrt muslimischer Gläubiger nach Mekka hat sich der Streit zwischen den rivalisierenden Regionalmächten Saudi-Arabien und Iran weiter verschärft.

Nach wiederholter Kritik Irans an der Verwaltung der Hadsch durch Saudi-Arabien erklärte der Großmufti des Landes, die schiitischen Iraner seien keine echten Muslime. Irans Präsident Hassan Ruhani kritisierte daraufhin erneut die saudischen Behörden für den Tod von 2.000 Pilgern bei der letzten Hadsch. “Sie haben sich weder entschuldigt, noch Entschädigung gezahlt”, so Ruhani. “Sie haben sich nicht einmal mit anderen Muslimen darüber beraten, wie die Pilgerfahrt in den kommenden Jahren ablaufen soll. Sie haben keine neuen Pläne für die Zukunft.”

Bei der Massenpanik in Mekka vor einem Jahr sind laut Iran 400 seiner Staatsbürger und viele hunderte Gläubige aus anderen Ländern ums Leben gekommen. Iran macht die Inkompetenz der saudischen Verwaltung für das Unglück verantwortlich.

Seit Mai haben die beiden Länder keine diplomatischen Beziehungen mehr, was dazu führte, dass in diesem Jahr keine iranischen Pilger nach Saudi-Arabien reisen können.

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