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Sioux wollen Pipeline-Bau in North Dakota noch stoppen

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Sioux wollen Pipeline-Bau in North Dakota noch stoppen

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Angehörige des Sioux-Stammes und Umweltschützer kämpfen verzweifelt gegen den Bau einer Pipeline im US-Staat North Dakota. Die geplante Pipeline wird durch Grabstätten der Vorfahren gehen und möglicherweise die Wasserversorgung des Stamms gefährden. Ein Gericht hat den Bau nun gestoppt, allerdings nur teilweise. Am Freitag soll eine endgültige Entscheidung fallen. Der Anwalt der Sioux, Jan Hasselman, hat wenig Hoffnung. Er meint: “Wir sind enttäuscht über das, was sich da im Gericht ereignet hat. Dort, wo sich die Grabstätten befinden, darf weiter gebaut werden, und genau dort hätte das Gericht den Bau ebenfalls anhalten sollen. Der Bau geht also weiter, genau an der Stelle, die der Stamm als Ort großen kulturellen Interesses identifiziert hat.”

Die Pipeline ist ein 3.7 Milliarden-Dollar-Projekt und ihr Bau kann wahrscheinlich nicht mehr aufgehalten werden. Das sieht auch der Häuptling so: “Es scheint, dass ihre Gesetze für uns nicht gelten, wir sind spirituelle Menschen, das verwenden sie gegen uns. Immer und immer wieder. Und sie halten sich nicht einmal an ihre eigenen Gesetze.”

An einem Ort wie einer Grabstätte, die von kulturellem Interesse ist, darf auch in North Dakota eigentlich nicht gebaut werden. Die Sioux fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen.

Die Sioux haben eine Art Campingplatz eingerichtet. Am Wochenende werden bis zu 10.000 Menschen erwartet. Es wird davon ausgegangen, dass das Gericht für die Pipeline und gegen den beantragten Baustopp der Sioux entscheiden wird.

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