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Leger und doch tiefgründig, Virginie Efira in "Victoria"

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Leger und doch tiefgründig, Virginie Efira in "Victoria"

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Sie heißt “Victoria”, Victoria Spick, ist Strafverteidigerin und steckt mitten in der Krise, beruflich, sexuell und emotional. Das Leben scheint sich gegen die überforderte und einsame junge Frau verschworen zu haben.

Wenn wir Ihnen heute von dieser “Victoria” erzählen – so lautet auch der Titel des Films – dann wegen der bemerkenswerten Schauspielerin, die sie darstellt, Virginie Efira (“Willkommen bei den Sch’tis” 2008, “It Boy – Liebe auf französisch” 2013). Es gelingt ihr, sie nah und doch distanziert erscheinen zu lassen, ehrgeizig und bescheiden.

Sie überzeugt sofort als Anwältin mit einem des Mordes beschuldigten Freund und einem von ihr freigeboxten Babysitter, der vorher mit Drogen dealte.

Ihr Spiel wirkt simpel und natürlich und ist doch sorgfältig erarbeitet. Ebenso natürlich, wie Efira selbst, der keine noch so extravagante Situation zu widerstehen scheint.

Dies ist zu einem großen Teil dem subtilen Blick der Regisseurin Justine Triet zu verdanken, die selbst winzige Momente und Details aus dem Umfeld ihrer Protagonistin erfasst.

“Victoria” lief in Cannes in der Sektion Semaine de la Critique. Eine raffinierte Komödie mit burlesken Situationen, die nicht unbedingt das Gelungenste an dem Film sind, der viel tiefer und ernsthafter ist, als er scheint.

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