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Nordkoreas Atomtest wird international verurteilt

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Nordkoreas Atomtest wird international verurteilt

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Nordkorea feiert seinen jüngsten Atomtest. Der Rest der Welt hingegen macht sich Sorgen. Der UN-Sicherheitsrat kündigte an, noch an diesem Freitag zu einer Sondersitzung zusammenzukommen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon will sich ebenfalls äußern. US-Präsident Barack Obama forderte bereits neue Sanktionen gegen Nordkorea. Er verurteilte den Test, sprach von einer Provokation und sicherte Japan und Südkorea die Unterstützung zu.

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg sprach ebenfalls von einer Provokation. Er verurteile die Tests, die die regionale und internationale Stabilität gefährdeten, teilte er mit.

Auch die deutsche Regierung verurteilte den Test

Die Außenminister der USA und Russlands, John Kerry und Sergej Lawrow, verurteilten den Test ebenfalls. Sie trafen sich in Genf. Kerry sagte: “China, Russland, die USA, alle teilen diese Sorgen. Wir versuchen, das zu beobachten und herauszufinden, was genau passiert ist. Wir werden das sicherlich auch im Rahmen der Vereinten Nationen besprechen.”

Lawrow meinte: “Wir machen uns große Sorgen, die Resolutionen des Sicherheitsrats müssen umgesetzt werden, diese Botschaft werden wir mit Nachdruck verbreiten.”

Es ist Nordkoreas zweiter Atomtest in diesem Jahr und der insgesamt fünfte. Ziel von Machthaber Kim Jon Un ist es, Atomraketen zu bauen, die auch die USA erreichen können. Verschiedene UN-Resolutionen verbieten es Nordkorea eigentlich, Atomversuche und Tests zu unternehmen. Die Regierung in Pjöngjang beharrt darauf, dass das Atomprogramm ihr souveränes Recht sei.

Washington-Korrespondent Stefan Grobe: “Die Sorge in Washington wächst, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Nordkorea in der Lage sein wird, die Raketenentwicklung mit der Nukleartechnologie zusammenzufügen. Die Frage ist jetzt natürlich, ob die Obama-Regierung neue Wege findet, um größeren Druck auf Nordkorea auszuüben, das bereits mit zahlreichen Sanktionen belegt ist.

Die entscheidende Rolle spielt China, und Obama hofft, dass Nordkorea eines der wenigen Themen ist, bei denen er in Zusammenarbeit mit Peking ein Ergebnis erzielt, die Chinesen sind selbst verärgert über Nordkorea. Obama hat nur wenig Spielraum und möchlicherweise noch weniger Zeit, da das Land durch den Präsidentschaftswahlkampf völlig abgelenkt ist.

Sollte es in den kommenden Wochen eine Nordkorea-Krise geben, wird Donald Trump nicht zögern, Obama und dessen frühere Außenministerin Hillary Clinton zu beschuldigen. Es steht also viel auf dem Spiel und es könnte innenpolitisch durchaus noch mal interessant werden hier in den USA.”

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