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Unerwünscht: Afghanen auf der Suche nach einer neuen Heimat

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Unerwünscht: Afghanen auf der Suche nach einer neuen Heimat

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Seit über drei Jahrzehnten wird Afghanistan von Krieg und Unruhen erschüttert. Die US-geführte Koalition, die von 2001 bis 2014 die Taliban und Al-Qaida bekämpfte, hat es nicht geschafft, der Gewalt wirklich ein Ende zu setzen.

Hunderttausende Afghanen sind geflüchtet. 2015 und auch in diesem Jahr gehört Afghanistan zu den drei Ländern, aus denen die meisten Asylbewerber nach Europa kommen. Doch im Vergleich zu beispielsweise den Syrern wird nur wenigen Afghanen Asyl bewilligt. Entweder harren sie in Flüchtlingslagern aus oder entscheiden sich für die Rückkehr – oder sie werden abgeschoben.

Unsere erste Reportage führt nach Kabul. Viele Afghanen arbeiteten mit den ausländischen Streitkräften zusammen, zum Beispiel als Übersetzer. Von den Taliban und etlichen Landsleuten werden sie als Verräter angesehen und bedroht. Doch so einfach außer Landes kommen sie nicht…

In Griechenland schauen wir uns die Situation der afghanischen Flüchtlinge an. Viele hausen in elenden Zuständen in notdürftig ausgestatteten Lagern. Ein Leben in der Warteschleife – in der Hoffnung, dass ihr Asylantrag bewilligt wird. In einer ähnlichen Situation finden sich auch diejenigen ihrer Landsleute, die seit Jahren in Griechenland sind und sich dort ein neues Leben aufzubauen versuchten. Afghanen haben in der europäischen Asylstatistik keinerlei Priorität, trotz der Instabilität in ihrer Heimat: Die Hälfte der Bewerber, denen Asyl gewährt wird, stammt aus Syrien und nur fünf Prozent aus Afghanistan.

Wird Europa diese Praxis ändern – und muss es mit noch mehr afghanischen Flüchtlingen in Zukunft rechnen? Dazu befragten wir zwei Experten von der Internationalen Migrationsorganisation und von der Organisation Ärzte der Welt.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden.euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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