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Probleme mit Wahlkarten: Wien prüft Verschiebung der Präsidentenwahl

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Probleme mit Wahlkarten: Wien prüft Verschiebung der Präsidentenwahl

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Der Termin für die Bundespräsidentenwahl in Österreich könnte verschoben werden. Grund ist ein Problem mit den Wahlkarten: Es sind zahlreiche Briefwahlkarten im Umlauf, die wegen defekter Klebestreifen bei einer Auszählung für ungültig erklärt werden müssten. Nachdem der österreichische Verfassungsgerichtshof nach einer Anfechtung der rechtspopulistischen FPÖ die Stichwahl vom Mai wegen diverser Formfehler annuliert hatte, sollte die neue Wahl eigentlich am 2. Oktober stattfinden.

Der Leiter der Wahlabteilung Robert Stein erklärt wie sich die Wähler jetzt verhalten sollen: “Wenn es zu einem Defekt kommt, zu einem Zeitpunkt wo die Wahlkarte schon bei dem Wähler oder der Wählerin ist, sollte diese oder dieser entweder mit uns oder mit der Gemeinde in Kontakt treten. Wir werden alles daran setzten dass es zu einem raschen und unbürokratischen Austausch kommt.”

Ex-Grünen-Chef Alexander Van der Bellen siegte bei der annulierten Wahl mit einem knappen Vorsprung von nur 31 000 Stimmen vor dem FPÖ-Kandidaten Norbert Hofer- ausschlaggebend dafür waren vor allem die Wahlkarten.Van der Bellen als auch Hofer gehen bereits von einer Verschiebung der Wahl aus.

Österreichs Regierung will am Montag auf einer Pressekonferenz bekannt geben, ob ein neuer Wahltermin angesetzt wird oder ob eine andere Möglichkeit im Umgang mit den defekten Wahlkarten gefunden wurde.

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