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Wiederbelebte Tradition: Samarkands Seidenpapier

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Wiederbelebte Tradition: Samarkands Seidenpapier

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Seidenpapier aus Samarkand galt einst als eines der feinsten der Welt.

Über chinesische Kriegsgefangene war das Geheimnis der Papierherstellung von China nach Westen gelangt. Samarkand wurde zum ersten Zentrum der Papierproduktion in der islamischen Welt. Später geriet die Tradition in Vergessenheit, bis ein Handwerker sie wiederbelebte und eine kleine Manufaktur errichtete.

Wissenswertes über Usbekistan:

  • ein Land in Zentralasien mit den Nachbarstaaten Kasachstan, Turkmenistan, Kirgisien und Tadschikistan
  • mit einer Bevölkerung von mehr als 30 Millionen Einwohnern wurde die Ex-Sowjetrepublik 1991 unabhängig
  • die Landesfläche beträgt 425.400 Quadratkilometer, davon sind vier Fünftel Ebenen
  • die durchschnittliche Temperatur im Winter beträgt -6 und im Sommer 32 Grad Celsius
  • 80 Prozent der Bevölkerung sind Usbeken, 88 Prozent sind Muslime

Ein langwieriges Verfahren, das sich über mehrere Tage hinzieht: Zweige vom Maulbeerbaum werden tagelang eingeweicht, dann wird per Hand die Rinde abgeschält. Sie wird gemahlen und mit Wasser zu Brei verarbeitet, der dann mit einem Rahmen abgeschöpft, getrocknet und später gepresst und geglättet wird. Die Usbeken sind stolz, für das Zermahlen der Rinde noch heute ein Verfahren anzuwenden, das über 2000 Jahre genutzt wurde.

Auch Goethe schrieb in seinem west-östlichen Divan im Buch Suleika über das Seidenblatt von Samarkand. Heute wird das aufwendig hergestellte Papier unter anderem bei der Restaurierung alter Schriften verwendet.

Mit Unterstützung von Uzbektourism

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