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"Charlie Hebdo" unbeeindruckt von Amatrices Klage

Die französische Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo” zeigt sich unbeeindruckt von der Klage der italienischen Stadt Amatrice.

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Die französische Satire-Zeitschrift “Charlie Hebdo” zeigt sich unbeeindruckt von der Klage der italienischen Stadt Amatrice wegen einer Karikatur über das jüngste Erdbeben. Es sei eine “Zeichnung mit schwarzem Humor” wie andere zuvor auch und deshalb nichts Außergewöhnliches, sagte Riss, der mit Chefredakteur Gérard Biard als “Directeur de Publication” das Blatt leitet, dem französischen Radiosender France Inter. Riss ist der Künstlername von Laurent Sourisseau.

Eine der beanstandeten Karikaturen

Riss sagte weiter, man müsse manchmal gegen das “Tabu des Todes” verstoßen. Die Zeitschrift hatte die Zeichnung von blutigen und teils verschütteten Opfern des Erdbebens vor rund zwei Wochen veröffentlicht und diese mit Namen von Nudelgerichten wie Penne mit Tomatensauce oder Lasagne überschrieben. Der Titel der Karikatur lautete “Erdbeben auf italienische Art”. Sie löste in Italien Wut und Empörung aus. Amatrice war von dem Erdbeben im August besonders betroffen. Die Katastrophe tötete 295 Menschen und machte 4500 Menschen obdachlos.

“Charlie Hebdo” war vor eineinhalb Jahren eines der Ziele von islamistischen Gewalttätern. Bei der Anschlagsserie auf das Satiremagazin und einen jüdischen Supermarkt starben in Paris insgesamt 17 Menschen.

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