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Sexvideo gerät ins Internet - Italienerin bringt sich um

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Sexvideo gerät ins Internet - Italienerin bringt sich um

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Eine junge Frau will ihrem Freund eins auswischen und lässt sich beim Sex mit einem anderen filmen. Die Bilder geraten ins Internet. Eineinhalb Jahre später ist die 31jährige tot – Selbstmord.

Während der Zeit versuchte die Italienerin aus der Gegend von Neapel alles Mögliche, um aus dem Brennpunkt der Web-Öffentlichkeit zu verschwinden: Sie gab ihre Arbeit auf, zog in den Norden, versuchte ihren Namen zu ändern.

Keine Chance. Die Bilder waren schneller – selbst die erzwungene Entfernung des Videos aus den Suchmaschinen im Jahr 2015 kam nicht dagegen an. Sie wurde auf der Straße erkannt, erntete Spott und Hohn.

Und ihre gefilmten Worte: “Drehen Sie weiter? Bravo!”

…wurden zum Sprichwort. Schließlich waren die Sozialmedien voll mit Parodien und Geblödel, sogar in der Werbung kam der Spruch an.

Selbst ein letzter öffentlicher Hilferuf eine Woche vor dem Suizid verhallte ungehört: “Ich habe versucht, mich umzubringen.”

Antonello Soro, Präsident der italienischen Datenschutzbehörde:

‘‘Viele Menschen sind sich der Risiken rund um soziale Netzwerke einfach nicht bewusst. Das ist eine Welt ohne Grenzen: Sobald ein Kommentar raus ist, ein Bild gepostet, sind diese Websites und Dateien kaum noch zu kontrollieren.”

Der Staatsanwalt in Mailand, Francesco Greco, hat eine Untersuchung eröffnet. Sie soll klären, welchen Einfluss das Video auf Facebook, WhatsApp und anderen Sozial-Medien – immer in Verbindung mit dem vollen Namen – auf die Verzweiflungstat der jungen Frau hatten.

su mit ANSA

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