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Oliver Stone erzählt den Fall "Snowden"

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Oliver Stone erzählt den Fall "Snowden"

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Starke Streifen ist man von Kultregisseur Oliver Stone (“Nixon”, “JFK”, “Platoon”…) gewohnt. Sein neuer Film ist hochexplosiver Stoff: die Geschichte berühmtesten aller Whistleblower, Edward Snowden. Stone blickt auf den Mann hinter dem NSA-Abhörskandal, der seinen Job und sein Leben aufs Spiel setzt, um sich in einem Hotel in Hongkong Journalisten zu offenbaren.

Für seinen Film sprach Stone mit Snowden, der im Zwangsexil in Russland lebt. “Er half uns sehr, hatte aber keinerlei Kontrolle. Wir machten das, was uns richtig erschien. Wir ließen die Story von anderen Leuten überprüfen, sprachen mit allen, die bereit waren, mit uns zu sprechen. Wir hörten uns die NSA-Berichte an. So viele Leute gab es gar nicht. Es war harte Recherchearbeit und ist meiner Meinung nach umfassend.”

Joseph Gordon-Levitt übernahm die Hauptrolle wohl wissend, was das für ihn bedeuten könnte. “Es gab Leute in meinem beruflichen Umfeld, die sagten, schau dieser Typ polarisiert, die Hälfte des Landes hat eine positive Meinung von ihm, die andere eine negative. Das könnte deiner Karriere schaden. Sie hatten sicherlich recht. Aber ich wollte meine Entscheidung nicht von solchen Überlegungen abhängig machen.”

Mit dem Fall Snowden beschäftigte sich bereits die Oscar-prämierte Dokumentation “Citizenfour” von Laura Poitras, die in besagtem Hotelzimmer in Hongkong mit der Kamera mit dabei war. Oliver Stone zeigt darüber hinaus die persönliche Dimension, in dem er auch die Bedeutung der Beziehung von Snowden zu seiner Freundin Lindsay Mills (Shailene Woodley) mit einfließen lässt.

Ebenfalls mit dabei ist Clint Eastwoods Sohn Scott als NSA-Agent. Zur Thematik sagt er: “Ich habe gesehen, was alles im Internet möglich ist, was Hacker alles anstellen können. Ich bin mehr als besorgt.”

Snowden kommt in diesen Tagen weltweit in die Kinos, deutschsprachiger Filmstart ist der 22. September.
Anlässlich der US-Premiere appellierten Bürgerrechtsorganisationen an US-Präsident Obama, den NSA-Whistleblower zu begnadigen.

Nach einer spektakulären Flucht hält sich der heute 33-Jährige an einem unbekannten Ort in Russland auf. In den USA droht Snowden im Falle einer Verurteilung eine lange Haftstrafe.

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