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Profikiller bezichtigt philippinischen Präsidenten Duterte des Mordes

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Profikiller bezichtigt philippinischen Präsidenten Duterte des Mordes

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Ein selbsternannter Auftragsmörder hat bei einer Anhörung durch den philippinischen Senat schwere Vorwürfe gegen den Staatspräsidenten Rodrigo Duterte erhoben. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister der Stadt Davao habe Duterte zahlreiche Morde in Auftrag gegeben und mindestens einen selbst begangen, behauptete Edgar Matobato. Er sagte, der heutige Präsident habe auf diese Weise auch die Senatorin Leila de Lima aus dem Weg räumen wollen. Man habe sie in einen Hinterhalt locken wollen, das sei auf Anweisung Dutertes geschehen, berichtet Matobato. Wie er wissen könne, dass Duterte dahintersteckte, wird er gefragt: “Das wurde uns gesagt. Also warteten wir im Büro der Senatorin, doch sie kam nicht”, so Matobato.

Ab 1988 und mit Unterbrechungen bis zu seiner Vereidigung als Staatspräsident Ende Juni dieses Jahres war Rodrigo Duterte Bürgermeister der Stadt Davao. Zu den neuen Anschuldigungen äußerte er sich bisher nicht, allerdings hat Duterte wiederholt derartige Gewaltvorwürfe zurückgewiesen.

Nach Angaben der Menschrechtsorganisation Amnesty International sind seit dem Beginn Duertes Präsidentschaft hunderte mutmaßliche Drogenhändler getötet worden. Dafür seien die Polizei und “Bürgerwehren” verantwortlich.

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