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Soro: "Schneller anstößige Videos blockieren"

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Soro: "Schneller anstößige Videos blockieren"

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Italien steht unter Schock nach dem Selbstmord einer 31-Jährigen, deren Sex-Videos im Internet veröffentlicht worden waren. Die junge Frau erhängte sich nach monatelangem Cyber-Mobbing.
Sie hatte explizite Videos an einen Exfreund gesendet, um ihn eifersüchtig zu machen. Der veröffentlichte sie jedoch gegen ihren Willen im Internet. Die Clips verbreiteten sich virusartig.

Was tun gegen Cybermobbing?

Antonello Soro, der Chef der italienschen Behörde für Datenschutz, setzt auf Prävention:

“Wir müssen Schüler zur digitalen Verantwortung erziehen. Jeder muss begreifen, dass das Internet eine Form der Wirklichkeit ist. Deshalb müssen wir in Bildung investieren, und zwar ab der Grundschule. Unsere Kinder sollten lernen, wie man Social Media benutzt und welche Risiken das Internet birgt – genauso, wie man eine Fremdsprache lernt.”

‘euronews: “Was muss konkret verbessert werden?”’

“Zunächst müssen fragliche Videos oder Texte viel schneller von Webseiten gelöscht werden können. Die Behörde hat die Macht, anstößige Videos zu blockieren und sie schnell von der Seite zu entfernen. Schwieriger ist es, sie dann im ganzen Netz zu blockieren.”

euronews: “Arbeitet Ihre Behörde mit den sozialen Netzwerken zusammen?”

“Die italienischen Behörden stehen in regelmäßigem Kontakt mit den Verantwortlichen der sozialen Netzwerke. Die Lage war früher ziemlich schwierig, weil unsere Befugnisse nicht anerkannt wurden, ebenso wenig wie die Zuständigkeit der europäischen Behörden. Heute kann ich bestätigen, dass wir Fortschritte gemacht haben.”

euronews: “Wen trifft die Schuld?”

“Wir sollten nicht das Internet für Gewalt verantwortlich machen. Wir müssen die rücksichtslosen Internet-Nutzer in die Verantwortung nehmen.”

Für die junge Italienerin kommt dieser Vorstoß zu spät.

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