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Erster EU-Gipfel nach Brexit beginnt in Bratislava

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Erster EU-Gipfel nach Brexit beginnt in Bratislava

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Knapp drei Monate nach dem britischen Votum für den EU-Austritt beraten die 27 verbleibenden Mitglieder in Bratislava auf einem EU-Sondergipfel, wie es weiter gehen soll. Die Union steckt wegen des angekündigten Brexit, aber auch wegen eines Dauerstreits unter
anderem über die Flüchtlings- und Wirtschaftspolitik in einer schweren Krise.
Es braucht nun einen Fahrplan für konkrete Projekte, um das Vertrauen der Bürger in die EU zurückzugewinnen.

“Wir wollen Einheit zeigen und wir wollen beweisen, dass dies ein einzigartiges Projekt ist, das wir weiterführen wollen. Ich hoffe, dass wir am Ende des Tages einen Fahrplan zu den wichtigsten Themen vorlegen können, um die wir uns in den nächsten sechs Monaten kümmern wollen”, sagte der slowakische Präsident Robert Fico, der Gastgeber des Gipfels.

Bei dem eintägigen Treffen in der slowakischen Hauptstadt geht es unter anderem um eine bessere Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik, den Kampf gegen den Terrorismus und die Sicherung der EU-Außengrenzen. Auch die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit vor allem in Südeuropa und die Überwindung der Wirtschaftsflaute ist ein Thema.

Frankreichs Präsident Francois Hollande und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten nach den Terroranschlägen der vergangenen Monate außerdem angekündigt, dass sie die militärische Rolle der EU stärken wollen.

Unser euronews-Korrespondent Sándor Zsiros vor Ort in Bratislava kommentiert: “Das Brexit-Referendum hat es für alle verdeutlicht: die EU steckt in einer tiefen Krise. Die Staatschefs sind sich uneinig, in welche Richtung der Kontinent nun gehen soll. Einige Länder wollen mehr Integration, während andere wie Polen und Ungarn wieder mehr nationale Entscheidungshoheit von Brüssel zurück haben wollen. Dieses Thema wird zu einer große Debatte hier auf dem Gipfel führen, wie auch die Themen Terrorismus, Wirtschaft und Migration.”

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