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Wahlkampf-Konflikt um Obamas Geburtsort: Kehrtwende von Trump

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Wahlkampf-Konflikt um Obamas Geburtsort: Kehrtwende von Trump

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Die demokratische US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat ihren Konkurrenten Donald Trump für dessen Aussagen über den Geburtsort von Präsident Barack Obama scharf kritisiert und eine Entschuldigung gefordert.

Der Republikaner hatte in der Vergangenheit öffentlich angezweifelt, dass Obama in den USA geboren wurde. Dann hätte der Demokrat laut Verfassung nicht Präsident werden dürfen.

Clinton sagte bei einem Wahlkampfauftritt in der Hauptstadt Washington:

“Wir wissen, wer Donald ist. Seit fünf Jahren steht er an der Spitze der Geburtsort-Bewegung, um unseren ersten schwarzen Präsidenten zu diskreditieren. Seine Kampagne basiert auf dieser unerhörten Lüge.”

Clinton forderte eine Entschuldigung von Trump an Obama und an die Amerikaner

Trump warf seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton vor, die Geburtsort-Debatte im Jahr 2008 selbst begonnen zu haben – eine Behauptung, die bereits von zahlreichen US-Medien
widerlegt wurde. Freitagabend sah sich Trump dennoch zum Einlenken gezwungen und erklärte vor laufenden Kameras:

“Präsident Barack Obama wurde in den USA geboren. Punkt.”

euronews-Korrespondent Stefan Grobe kommentierte in Washington:

“Der Präsidentschaftswahlkampf hat eine neue Stufe der Hässlichkeit erreicht. Nach wochenlangem, gemäßigterem Verhalten scheint Donald Trump wieder zurück zu sein im großspurigen, nicht linientreuen Modus. In einem Interview war Trump der Frage nach Obamas Geburtsort zuletzt noch ausgewichen. Doch damit verlieh er der Verschwörungstheorie eher neue Nahrung.

Dabei ist die These, Obamas Geburtsort liege in Kenia, nach etlichen Überprüfungen längst ad acta gelegt. Trotzdem griff Trumps Wahlkampf-Team tief in die Schublade, und beschuldigte Clinton, die Kenntnis von Obamas Geburtsort bereits im Jahr 2008 erlangt zu haben, was definitiv falsch ist. Warum also redet Trump immer noch darüber? Wahrscheinlich, weil seine Umfragewerte in den vergangenen Tagen leicht angestiegen sind. Trump könnte Siegeshunger bekommen haben, während Demokraten Angst und Bange wird. Ironischerweise könnte genau das eine Geheimwaffe sein. Denn die Furcht vor einem Trump-Triumph mag schlussendlich dazu beitragen, dass unzufriedene Demokraten und Unabhängige sich für Clinton entscheiden werden.”

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