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Frankreich erinnert an Terroropfer

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Frankreich erinnert an Terroropfer

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*Mit einer emotionalen Gedenkfeier hat Frankreich an die
Terroropfer erinnert. “Sie waren Wesen voller Leben; Unschuldige, die niemanden hassten, aber von Hass ermordet wurden”, sagte Präsident François Hollande.*

In Paris ist mit einer Zeremonie der Opfer des Terrors der vergangenen dreißig Jahre gedacht worden. Angehörige und Überlebende der Anschläge ergriffen das Wort.

Diese Zeremonie findet jedes Jahr statt. Diesmal fiel sie größer aus und bekam deutlich mehr Aufmerksamkeit. In Frankreich wird in acht Monaten ein neuer Präsident gewählt. Die Bekämpfung des Terrors ist eines der wichtigsten Themen des Wahlkampfs.

Frankreichs Präsident François Hollande betonte: “Wir müssen die Aktionen, die eingeleitet worden sind, dauerhaft aufrechterhalten. Ich spreche hier natürlich von den Maßnahmen, um Terrorangriffe zu verhindern. Das ist eine ständige Arbeit für die noch zusätzliche Mittel nötig sein werden. Ich habe die zur Verfügung stehenden Mittel bereits verstärkt, aber das reicht noch nicht aus.”

Während der Zeremonie wurden die Namen von 230 Menschen, die im vergangenen Jahr dem Terror zu Opfer gefallen sind, verlesen.

Hollande versprach, den Opferfonds aufzustocken, damit die Opfer angemessen und transparent entschädigt werden. “Die Ressourcen dieses Fonds werden angepasst werden. Und der Staat wird auf Dauer Bürge sein,” so Hollande.

Georges Salines hat bei dem Anschlag auf die Konzerthalle Bataclan in Paris am 13. November seine Tochter Lola verloren. Er gründete einen Verein für die Angehörigen und Opfer. Er setzt sich u.a. für eine bessere Kommunikation ein. Salines durchlitt 18 Stunden der Ungewissheit bevor er erfuhr, dass Lola tot war.

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