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Mehr US-Inflation - höhere Leitzinsen für viele aber in weiter Ferne

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Mehr US-Inflation - höhere Leitzinsen für viele aber in weiter Ferne

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Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) steht an diesem Mittwoch (21. September) vor ihrer nächsten Zinsentscheidung. Zuletzt hatte sie im Dezember vergangenen Jahres leicht an der Zinsschraube gedreht, nach sieben Jahren Leitzins praktisch auf Nullniveau. Aktueller Wert: Zwischen 0,25 und 0,5 Prozent.

Zwar hatte die Fed-Vorsitzende Janet Yellen noch Ende August beim Notenbanker-Treffen in Jackson Hole gesagt, die Voraussetzungen für eine Zinserhöhung würden stärker – aber ohne Eile.

Die meisten Volkswirte meinen, dass die US-Notenbank die Zinsen erst im Dezember ändert.

Ihre Logik: Im November – kurz nach der Präsidentschaftswahl in den USA am 8. November – das wäre irgendwie unpassend.

Die Fed-Vorsitzende Janet Yellen hatte vergangenes Jahr durchblicken lassen, sie wolle im Jahr 2016 den Leitzins bis zu viermal leicht anheben. Diese Zahl wurde einkassiert – auf zwei Anstiege in diesem Jahr und drei im Jahr 2017. Begründung: Langsameres globales Wachstum, nervöse Finanzmärkte und flaue US-Inflation.

Die Verbraucherpreise kletterten im August um 1,1 Prozent zum Vorjahresmonat, so das Arbeitsministerium. Ökonomen hatten nur mit 1,0 Prozent gerechnet, nachdem die Teuerungsrate im Juli noch bei 0,8 Prozent lag. Benzin verbilligte sich nur noch minimal, während sich Mieten und die Kosten im Gesundheitswesen spürbar verteuerten.

Die Federal Reserve (Fed) strebt zwei Prozent Inflation an. Die Währungshüter blicken vor allem auf Preisveränderungen bei den persönlichen Verbraucherausgaben (PCE), wobei Energie- und Nahrungsmittelkosten außen vor bleiben. Dieser Wert lag zuletzt noch unter dem Zielwert – 1,6 Prozent.

Börsianer taxieren die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im Dezember an den Terminmärkten nun wieder auf mehr als 50 Prozent. Zuletzt waren es nur 47 Prozent.

su mit dpa, Reuters

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