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Japanische Forscher suchen nach dem Ursprung des Lebens

Japanische Forscher untersuchen ein von der ISS mitgebrachtes Paket auf Spuren von Leben.

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Japanische Forscher suchen nach dem Ursprung des Lebens

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Japanische Forscher wollen herausfinden, ob sich in einem Paket, das von der Internationalen Raumstation ISS mitgebracht wurde, Leben befindet; genauer gesagt: Mikroben. Die Studien dazu sollen etwas Klarheit über die Frage verschaffen, woher das Leben stammt. Im Zentrum steht eine etwa zehn Quadratzentimeter große Platte aus Glas. Sie hat winzige Löcher, die mögliche Spuren von Leben im All einfangen sollten.

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"Wir wollen herausfinden, ob es im All Mikroben gibt."

Akihiko Yamagishi Professor der Uni Tokio

Prof. Akihiko Yamagishi: “In einer der wichtigsten Studien soll herausgefunden werden, ob es Mikroorganismen in Höhen gibt, in denen sich etwa die ISS befindet. Eine andere Studie untersucht, ob es Mikroben im Weltall gibt. Für die Studien werden höchstempfindliche Geräte eingesetzt.”

Japans Raumfahrtagentur JAXA übergab die Proben jetzt an die Universität von Tokio. Dort wird nun geschaut, ob sich womöglich tatsächlich Mikroorganismen und organische Substanzen auf den Platten befinden. Ergebnisse soll es Anfang kommenden Jahres geben. Sollte sich tatsächlich etwas finden, so könnte dies laut den Forschern darauf hinweisen, dass das Leben auf der Erde von einem anderen Himmelskörper stammt.

Im April vergangenen Jahres wurde das Forschungsgerät von einer US-Raumfähre zur ISS gebracht. Bis Juni dieses Jahres befand es sich außerhalb der Station im japanischen Kibo-Labor. Vergangenen Monat kehrte es zur Erde zurück.