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Ausnahmezustand in Charlotte: Krawalle wegen Polizeigewalt

Wieder wird ein Schwarzer in den USA von Polizisten erschossen. Obwohl er bewaffnet gewesen sein soll, entlädt sich Wut über Polizeigewalt in den Straßen von Charlotte.

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Ausnahmezustand in Charlotte: Krawalle wegen Polizeigewalt

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Wieder wird ein Schwarzer in den USA von Polizisten erschossen. Obwohl er bewaffnet gewesen sein soll, entlädt sich Wut über Polizeigewalt in den Straßen von Charlotte.

In Charlotte im US-Bundesstaat North-Carolina haben erneut Hunderte Menschen gegen Polizeigewalt demonstriert. Der Protest begann friedlich, doch dann eskalierte die Situation.

Plötzlich fiel in der aufgebrachten Menge ein Schuss. Ein Mann ging zu Boden. Laut der Stadtverwaltung befindet er sich im Krankenhaus in einem kritischen Zustand.

Es ist noch unklar, was genau passiert ist. Nach offiziellen Angaben wurde er von einem anderen Zivilisten angeschossen. Die Polizei habe keinen Schuss abgegeben.

Pat McCrory, der Gouverneur von North-Carolina, hat wegen der Ausschreitungen den Ausnahmezustand ausgerufen.

Die Bank of America in Charlotte forderte ihre Angestellten dazu auf, dem Stadtzentrum fernzubleiben und nicht zur Arbeit zu kommen.

Auslöser der Proteste waren tödliche Schüsse auf einen Afroamerikaner am Dienstag. Allein in diesem Jahr haben Polizisten in den USA mehr als 700 Menschen erschossen. Schwarze sind dabei deutlich häufiger Opfer als Weiße.

Die britische Tageszeitung The Guardian gibt auf ihrer Internetseite the counted den Menschen, die in den USA von der Polizei erschossen werden, ein Gesicht.