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Flüchtlingsströme: Europas Staaten setzen Grenzen


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Flüchtlingsströme: Europas Staaten setzen Grenzen

Um den größten Flüchtlingsströmen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg Herr zu werden und um illegale Einwanderung zu verringern, verwandeln sich Teile des Kontinents in eine Festung. Wie im nordfranzösischen Calais. Dort entsteht eine Mauer, die den Hafen abriegeln soll. Flüchtlinge und Migranten versuchen immer wieder, auf Lastwagen und Schiffe nach Großbritannien aufzuspringen.

Ein anderes Beispiel: Ungarn hat an der Grenze zu Serbien auf 175 Kilometern vier Meter hohe Sperranlagen errichtet, anschließend wurde auch die Grenze zu Kroatien dicht gemacht.

Österreich hat in Spielfeld Teile der Grenze zu Slowenien gesichert. Auch am Übergang zu Ungarn in Nickelsdorf werden Zäune vorbereitet, die im Bedarfsfall aufgebaut werden können.

Am Brenner wurden im April ebenfalls Maßnahmen des sogenannten Grenzmanagements getroffen. Arno Kompatscher, Landeshauptmann von Südtirol, sagte damals: “Mein Kenntnisstand ist jener, dass es sich um eine Plattform aus Beton handelt, die errichtet werden soll, damit dort eine Überdachung angebracht werden kann, damit das Personal, das die Kontrollen durchführt, ein Dach über dem Kopf hat.”

Wer über Calais von Frankreich nach Großbritannien reisen will, dessen Personalien werden noch auf französischem Festland kontrolliert, die Grenze liegt also de facto in Calais.

Auch in Norwegens hohem Norden werden Sperranlagen gebaut. Über Storskog, den einzigen Grenzübergang zwischen Norwegen und Russland, kamen im vergangenen Jahr Tausende Flüchtlinge in das skandinavische Land – teils radelten sie über die Grenze.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

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