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Madagaskars Schatz: Artenvielfalt

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Madagaskars Schatz: Artenvielfalt

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Die Artenvielfalt in Madagaskar gilt als einzigartig. Viele Tierarten kommen nur auf der Insel vor. Das Land will diesen natürlichen Schatz nun auch für seine wirtschaftliche Entwicklung nutzen und in etlichen seiner vielen Naturparks Ökotourismus ankurbeln.

Eine paradiesische Kulisse im Südwesten von Madagaskar – in einem der über vierzig Nationalparks und Naturreservate des Landes. Der Tsimanampesotse-Park in einem besonders geschützten Gebiet erstreckt sich über mehr als 2.000 Quadratkilometer. Allein hier zählt man um die 300 heimische Arten in Flora und Fauna. Der Salzwassersee im Park, der einzige von Madagaskar, ist einer der raren Nistplätze für Flamingos im Land.

Ein Blickfang: “Oma Baobab”, auch der Schwiegermutter-Baobab genannt, ein Baobabbaum mit riesigem Stamm und zwei Kronen: “Das ist der älteste Baum im Park. Er ist 1650 Jahre alt, das ist wissenschaftlich nachgewiesen”, erzählt Parkmanagerin Volatiana Frediana Jaonera.

Madagaskar will diesen außergewöhnlichen Reichtum der Natur schützen, aber auch Investoren anlocken. Ökotourismus ist das Schlagwort. In einem Dutzend Naturparks des Landes sollen Konzessionen vergeben werden, um dort Öko-Lodges zu bauen. “Es geht nicht darum, ein großes Gebäude für ein Fünf-Sterne-Hotel zu bauen, sondern eine Infrastruktur zu schaffen, die die Umwelt bewahrt, die erneuerbare Energien nutzt und zum Beispiel den ständigen Betrieb von Klimaanlagen vermeidet”, betont Alexandra Erick, die Marketing-Leiterin der Nationalparks. Im Tsimanampesotse-Park sollen unter anderem auch Tauchgänge für die Höhlenerkundung in einer unterirdischen Kalk-Grotte angeboten werden, bei denen Touristen die Fossilien von Riesenlemuren und Krokodilen entdecken können.

Ein anderes Schlagwort in der Philosophie des Parkmanagements: Teilhabe. Die örtliche Bevölkerung soll von der wirtschaftlichen Nutzung der Parks profitieren, heißt es, im vergangenen Jahr seien so umgerechnet mehr als zwei Millionen Euro den Einheimischen zugeflossen. Alexandra Erick verweist auf neue Jobs und Bildungsangebote auf regionaler Ebene dank der ausländischen Investitionen, sowie mehr Beherbergungskapazitäten und steigende Tourismus-Zahlen für das ganze Land.

Ein Land auf der Suche nach Investoren, denen es nicht nur um Gewinne geht. Patrick Cejudo, der schon im madagassischen Ökotourimus investiert hat, meint, es sei vor allem ein Liebhaberprojekt: “Das müssen Investoren sein, die zuerst einmal dieses Land lieben, und die wirklich daran glauben. Denen es nicht nur um ihre eigenen Interessen geht. Man muss wirklich versuchen, das hier zu entwickeln. Das Geld kommt danach.”

Ökotourismus soll einer der Hebel für Madagaskars Aufschwung werden – allerdings mit dem Bemühen, diesen ungewöhnliche Artenreichtum zu bewahren.

Mit Unterstützung von Madagascar National Parks und PIC2 Madagascar Project

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