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Wieder Diskussion um Polizeigewalt in den USA

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Wieder Diskussion um Polizeigewalt in den USA

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Kurz vor den Präsidentschaftswahlen in den USA heizen die Proteste in Charlotte die politische Diskussion um Polizeigewalt an.

Zum zweiten Mal in Folge hat Charlotte in den USA eine Nacht der Gewalt hinter sich. Auslöser war der Tod eines Schwarzen, der von der Polizei erschossen wurde. Eine Einschätzung von unserem USA-Korrespondenten Stefan Grobe:

Nur 47 Tage vor den Wahlen sind die ohnehin untrennbar miteinander verbundenen Themen Herkunft, beziehungsweise Hautfarbe, Verbrechen und Kontrolle und Polizei wieder im Mittelpunkt einer angespannten politischen Debatte.

Überhebliche und nervöse Polizisten zielen auf Menschen, die eigentlich einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort sind – und die schwarz sind. Ein weiteres Merkmal all dieser Vorfälle ist, dass sie so gut wie nie vor Gericht kommen. Das ist natürlich genau der Punkt, an dem es politisch wird.

Vorschläge, zumindest das rechtliche Umfeld zu ändern, sodass diese Vorfälle verfolgt werden, haben bisher nichts bewirkt. Es scheint, dass das Thema bisher nicht als dringend angesehen wird. Die beiden Präsidentschaftskandidaten, Hillary Clinton und Donald Trump, haben bisher natürlich unterschiedliche, aber eben auch nur vage Ideen geäußert, wie diese Krise gemeistert werden soll. In vier Tagen, bei ihrer ersten Debatte, werden sie hoffentlich genauer, direkter und konkreter sein.

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