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Indien kauft: Exportschub für Frankreichs Jagdbomber "Rafale"

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Indien kauft: Exportschub für Frankreichs Jagdbomber "Rafale"

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Nach mehr als vier Jahren Verhandlungen hat Indien schießlich unterschrieben: Das Land kauft 36 französische “Rafale”-Jagdbomber.



Die Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian (Frankreich) und Manohar Parrikar (Indien) schlossen den Kaufvertrag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi ab. Das bestätigten das indische Verteidigungsministerium und der Herstellerkonzern Dassault Aviation.


Der Gesamtwert der Vereinbarung beträgt nach Medienberichten (indisches Verteidigungsministerium laut dpa) rund 7,75 Milliarden Euro. Die erste Maschine soll 2019 geliefert werden, die übrigen Maschinen innerhalb von zweieinhalb Jahren.
In den harten Verhandlungen um Preis und Produktionsort hat Dassault einige Zugeständnisse an Indien gemacht:

Laut französischen und indischen Medien sind weitreichende Technologietransfers vorgesehen. Zudem soll ein großer Teil der Bauteile in Indien beschafft werden, obwohl die Maschinen in Frankreich gebaut und montiert werden.
Ursprünglich wollte Indien laut der Ausschreibung 126 “Rafale” kaufen, von denen 108 in Indien gefertigt werden sollten.
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Die “Rafale” (französisch für Böe oder Windstoß) ist ein zweistrahliges Mehrzweckkampfflugzeug des französischen Herstellers Dassault Aviation. Es wurde fast vollständig im nationalen Alleingang entwickelt, nachdem Frankreich aus dem Eurofighter-Konsortium ausgestiegen war. Seit Ende 2000 beziehungsweise Ende 2004 wird die Serienversion an die Aviation navale und die Armée de l’air ausgeliefert. Nach langen und intensiven Exportbemühungen waren im Jahr 2015 Exportaufträge von je 24 Maschinen an die Luftstreitkräfte Katars und Ägyptens gelungen.



Indien ist nach Angaben des Friedensforschungsinstituts Sipri der größte Rüstungsimporteur der Welt.


su mit dpa

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