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Neue Luftschläge auf Aleppo - Steinmeiers eindringlicher Appell

Massive Luftschläge haben die Rebellengebiete in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo den dritten Tag in Folge erschüttert.

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Neue Luftschläge auf Aleppo - Steinmeiers eindringlicher Appell

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Massive Luftschläge haben die Rebellengebiete in der umkämpften nordsyrischen Stadt Aleppo den dritten Tag in Folge erschüttert. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete von mindestens zwei Dutzend Todesopfern. Raketen seien am Samstag auf mindestens 13 Bezirke im heftig umkämpften Ostteil der Stadt niedergegangen. Artilleriefeuer und der Abwurf international geächteter Fassbomben würden die Rettungsmaßnahmen für verschüttete Menschen erschweren. Im Umland Aleppos rückten Regimetruppen nach Gefechten gegen Aufständische vor.

Meinung

Assads Luftwaffe muss ihre Angriffe stoppen.

Frank-Walter Steinmeier Deutscher Außenminister

Ärzte sprachen sogar von bis zu 50 Toten seit Mitternacht. Der Beschuss dauere an.

Bereits am Donnerstag und Freitag waren durch Hunderte schwere Luftangriffe mehr als 90 Menschen in Aleppo getötet worden. Zuvor hatte die Regierung in Damaskus den Beginn einer Bodenoffensive angekündigt, um Aleppo vollständig zurückzuerobern. Im belagerten Ostteil der Stadt harren nach Angaben der Vereinten Nationen rund eine Viertelmillion Menschen ohne fließendes Wasser aus.

Die USA und Russland haben sich am Rande des UN-Gipfels in New York nicht auf eine Rückkehr zur Anfang der Woche zusammengebrochenen Waffenruhe einigen können. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier appellierte in einer Rede vor der UN-Vollversammlung an Moskau, seinen Einfluss auf den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad geltend zu machen. Assads Luftwaffe müsse ihre Angriffe stoppen, forderte Steinmeier. Während die Welt um eine Feuerpause ringe, bombe Assad Aleppo weiter zu Trümmern.