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Bringt Eisschmelze auf Grönland US-Atommüll an den Tag?

Unter dem Eis vergrabener militärischer nuklearer Abfall könnte durch die Klimaerwärmung ans Tageslicht gelangen.

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Bringt Eisschmelze auf Grönland US-Atommüll an den Tag?

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Unter dem Eis vergrabener militärischer nuklearer Abfall könnte durch die Klimaerwärmung ans Tageslicht gelangen. Diese Befürchtungen betreffen vor allem die ehemalige US-Militärbasis “Camp Century” auf Grönland, die Ende der 50er Jahren als ein Forschungslabor in der Arktis gebaut wurde.

Bis zu 200 Soldaten waren dort im Nordwesten der Insel Grönland untergebracht – und es soll dort einen nuklearen Reaktor gegeben haben, um ein geheimes Projekt von Atomwaffen zu testen.

Projet Iceworm

‘Project Iceworm’ war der Name des geheimen Projekts.

1967 wurde die US-Militärbasis aufgegeben – der nukleare Abfall soll dabei einfach vor Ort gelassen worden sein.

Die Verantwortlichen der US-Armee gingen offenbar davon aus, dass der Atommüll für immer im ewigen Eis verschwunden bliebe.

Fast 50 Jahre später könnten die steigenden Temperaturen in der Aktis den Atommüll wieder ans Tageslicht befördern.

Eine Studie der Fachzeitschrift ‘Geophysical Research Letters’ warnt, dass der fallende Schnee nicht mehr dafür sorge, dass die Eismenge der Arktis erhalten bleibe.

Grönland besorgt

Grönland gehört zu Dänemark, ist aber auch autonom und hat eine Art Außenminister. Vittus Qujaukitsoq äußerte sich besorgt zur Frage des Atommülls von “Camp Century”. Ursprünglich war die Militäranlage zwischen Dänemark und den USA abgesprochen.

Einige vergleichen die ehemalige US-Militärbasis auf Grönland und den nuklearen Abfall mit dem Szenario eines Horrorfilms.