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David Bowie, der Kunstsammler


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David Bowie, der Kunstsammler

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Der im vergangenen Januar verstorbene David Bowie war nicht nur Musikstar, sondern auch begeisterter Kunstsammler. Im November kommen gut 400 Stücke aus seiner Sammlung in London unter den Hammer. Einen Vorgeschmack gibt eine Wanderausstellung mit rund 30 ausgewählten Objekten, darunter Werke von Damian Hirst, Henry Moore oder Basquiat. Die britische Kunsthistorikerin Estelle Lovatt ist beeindruckt von dem Kunstschatz.

Estelle Lovatt: “Die Sammlung, die er zusammengetragen, man kann schon fast sagen, kuratiert hat, ist seine Lebensgeschichte. Jedes Stück ist ein Knaller. Manche Leute sagen vielleicht, er habe nur in Kunst investiert, weil er das nötige Geld dafür hatte, aber das stimmt nicht. Selbst ohne einen Cent und auf der Straße lebend hätte er diese Kunstformen gesammelt, in Postkartengröße.”

Die Ausstellung, die nach London und Los Angeles gerade in New York Station macht, illustriert Bowies vielseitigen und avantgardistischen Geschmack, von moderner britischer bis zu zeitgenössischer afrikanischer Kunst.

Estelle Lovatt: “Wer durch die Ausstellung geht, wird sich fragen, welches Kunstwerk welchen Song beeinflusste, denn Kunst hatte einen großen Einfluss auf seine Musik.”

“Er wolle so klingen, wie das aussehe, soll Bowie beispielsweise zu dem Gemälde “Head of Gerda Boehm” von Frank Auerbach gesagt haben, das ihm sehr am Herzen lag”.

Bowie/Collector heißt die Schau, die nach einem Abstecher in Hongkong ab 1. November wieder nach London zurückkehrt.

Der Musiker war ein leidenschaftlicher Sammler, der über die Jahrzehnte hinweg mit viel Bedacht kaufte.

Simon Hucker, Sotheby’s: “Bowie betrachtete Damien Hirst als einen Seelenverwandten, ihm gefiel seine rebellische Einstellung zur Kunst. Hirst ist selbst eine Art Rockstar der jungen britischen Künstlergeneration.”

Die Versteigerung der insgesamt 400 Objekte aus Bowies Kunstsammlung findet am 10. und 11 November in London statt.

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