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Magritte im Centre Pompidou: "Dies ist keine Retrospektive"


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Magritte im Centre Pompidou: "Dies ist keine Retrospektive"

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Der belgische Surrealist Réné Magritte ist im Centre Pompidou zu Gast. Zu sehen gibt es rund einhundert seiner symbolträchtigen Traumbilder. “Magritte, la trahison des images” – heißt die Ausstellung “Der Verrat der Bilder”. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Rolle der Philosophie in seinem Werk. 

Didier Ottinger, Kurator: “Die Beziehung zwischen Magritte und den Philosophen war keinesfalls die eines Schülers und eines Lehrmeisters. Magritte forderte zum Duell, suchte die theoretische Auseinandersetzung mit den Philosophen, um ihnen zu beweisen, dass Bilder ebenso Gedanken ausdrücken können, wie Worte.”

Der Titel der Schau bezieht sich auf eines der bekanntesten Werke von Magritte von 1929 mit dem Schriftzug “Ceci n’est pas une pipe” (Dies ist keine Pfeife). Es gehört zu den Höhepunkten der Retrospektive, die mit Meisterwerken, aber auch mit vielen weitgehend unbekannten Bildern und Erkenntnissen über Magritte überrascht.

Didier Ottinger, Kurator: “Magritte arbeitete jahrzehntelang als Plakatmaler. Und wenn man Plakate macht, braucht man Bilder, die man von der Autobahn aus oder aus weiter Entfernung auf der Straße sehen kann. Dieses technische Knowhow wendete er bei seinen Bildern an. Und das wirkt bis heute auf den Betrachter, es sind sehr starke, wirkungsvolle Bilder.”

Die Ausstellung ist der brillante Auftakt einer ganz besonderen Jubiläumssaison im Pariser Centre Pompidou, das am 31. Januar sein 40-jähriges Bestehen feiert. Die Magritte-Ausstellung ist noch bis zum 23. Januar zu sehen.

Dies sei keine Retrospektive, schreibt die franzöische Tageszeitung Le Monde, sondern eine Interpretation seines Werks.

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