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Proteste gegen Kreuzfahrtschiffe in Venedig

Aktivisten beklagen das gekippte Verbot einer Einfahrt in der Lagune, auch die UNESCO warnt vor schädlichen Folgen für das Weltkulturerbe.

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Proteste gegen Kreuzfahrtschiffe in Venedig

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In Venedig haben am Wochenende hunderte Aktivisten auf Booten gegen die Einfahrt großer Kreuzfahrtschiffe in die Stadt protestiert. Sie verweisen auf die Folgen für das Ökosystem der Lagune, die Bausubstanz und die verbliebenen 50.000 Einwohner der italienischen Stadt.

Rund 25 Millionen Touristen besuchen die als Weltkulturerbe ausgezeichnete Stadt jedes Jahr. Sie sind ein Wirtschaftsfaktor, den auch Bürgermeister Luigi Brugnaro nicht schmälern will.

Ein 2013 erlassenes Verbot für große Schiffe und eine Obergrenze für kleinere ist seit Ende 2015 wieder gekippt, seither können die Touristendampfer erneut in den zentralen Giudecca-Kanal einfahren.

Die Gegner bekommen inzwischen aber Rückendeckung von den Vereinten Nationen. Im Jahr 2016 könnte Venedig auf der Liste der gefährdeten Weltkulturerbe landen: Die UNESCO kritisiert die Stadtverwaltung, den Tourismus aus dem Ruder laufen zu lassen und keine ausreichenden langfristigen Strategien zum Schutz der einzigartigen Stadt zu entwickeln.