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Deutsche Bank: Kein Rettungsplan, Abbey Life verkauft


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Deutsche Bank: Kein Rettungsplan, Abbey Life verkauft

Die Deutsche Bank wehrt sich weiter vehement
gegen Spekulationen um mögliche Staatshilfe für Deutschlands größtes Geldhaus. «Das ist für uns kein Thema», sagte Vorstandschef John
Cryan nach Medienberichten («Bild»-Zeitung).

Trotz Dementi aus Frankfurt und Berlin bleiben Medien (“Die ZEIT”) dabei: Laut Rettungsplan solle die Bank bei einer Finanzklemme Teile ihres Geschäfts an andere Finanzinstitute verkaufen. Im äußersten Notfall könne sich auch der Staat direkt an der Bank beteiligen. Im Gespräch seien 25 Prozent.

Die Deutsche Bank hat gleichzeitig einen Käufer für ihre britische Lebensversicherungstochter Abbey Life gefunden. Für 1,1 Milliarden Euro will der britische Versicherer Phoenix Life das Geschäft übernehmen, so die Bank. Der Preis liegt deutlich unter dem bisherigen Buchwert der Tochter, was zu einem Vorsteuerverlust von 800 Millionen Euro führt. Zugleich verbessert das Institut durch den Verkauf seine Eigenkapitalquote um 0,1 Prozentpunkte.

“Wir haben in den vergangenen Monaten viele Fortschritte dabei erzielt,” so Cryan, “eine einfachere und bessere Bank zu schaffen.» Der Umbau des Konzerns sei auf gutem Weg, der beschlossene Abbau von 9.000 Stellen im Plan. Am geplanten Verkauf der Postbank halte er fest: «Alles ist vorbereitet, wir könnten die Postbank morgen in
neue Hände geben – aber dann muss der Preis stimmen. Wir haben Zeit.»

Der Deutschen Bank droht in den USA eine
Rekordstrafe von 12,5 Milliarden Euro in Vergleichsverhandlungen um Hypothekengeschäfte aus Zeiten vor der Finanzkrise.

Der Aktienkurs der Bank war Anfang der Woche um mehr als sechs Prozent eingebrochen – die Aktie hatte seit Jahresbeginn mehr als die Hälfte ihres Wertes eingebüßt. Am Mittwochmorgen erholte sich die Aktie etwas (+ 1,71 Prozent).

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su mit dpa

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