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Israel und die Welt nehmen Abschied von Schimon Peres

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen bereitet das Land das Begränbis des israelischen Altpräsidenten vor. Viele internationale Gäste werden erwartet.

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Sein Sarg war in eine israelische Flagge gehüllt und vor dem Parlament, der Knesset, aufgebahrt worden. Zehntausende Israelis haben am Donnerstag in Jerusalem Abschied vom verstorbenen Altpräsidenten Schimon Peres genommen.

Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton kam als Erster von Dutzenden Spitzenpolitikern aus aller Welt, die zum Begräbnis am Freitag auf dem Herzlberg in Jerusalem erwartet werden. Peres war am Mittwoch im Alter von 93 Jahren gestorben, zwei Wochen nach einem Schlaganfall.

“Schimon Peres war für mich ein pragmatischer und gleichzeitig idealistischer Mann. Wir hoffen, dass wir unser Bemühen um Frieden weiter verfolgen können. Doch die Welt wird sicher ein ärmerer Ort sein ohne Peres. In Israel haben wir nicht viele Menschen wie ihn, zu denen wir aufschauen können”, so Alexa Neville vor dem Parlamentsgebäude. Auch Lea Dekel war gekommen, um sich vor dem Sarg zu verneigen: “Ich bin hier um vom Präsident und Ministerpräsident Schimon Peres Abschied zu nehmen und ihn zu ehren. Ich protestiere damit auch dagegen, nichts für den Frieden zu tun.”

Die Trauerfeierlichkeiten, zu denen auch US-Präsident Barack Obama, der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas kommen wollen, finden unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund 8000 Polizisten sollen im Einsatz sein, um Zwischenfälle zu verhindern.

Die radikal-islamische Hamas hat für Freitag zu einem “Tag des Zorn” aufgerufen. Damit soll der erste Jahrestag der Al-Kuds-Intifada begangen werden. Dabei handelt es sich um eine Serie palästinensischer Anschläge im Jahr 2015.