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Hochzeit beim IS: Kalaschnikow für die Braut

Die libysche Armee hat eine Reihe an Heiratsurkunden der besonderen Art entdeckt.

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Hochzeit beim IS: Kalaschnikow für die Braut

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Die libysche Armee hat eine Reihe an Heiratsurkunden der besonderen Art entdeckt. Kämpfer der Terrormiliz IS legen darin fest, was ihren Gattinnen als Geschenk zukommen soll.

An den Urkunden ist auch zu sehen, wie genau der IS alles durchorganisiert hat. Jedes Dokument ist ganz genau ausgefüllt, hat eine eigene Nummer und Zeugen sind eingetragen. Die Unterschrift der jeweiligen Gattin fehlt allerdings auf diversen Urkunden. Der Stempel des IS ist auf allen Papieren. Die libysche Armee zeigt dies auf ihrer Facebook-Seite.

Auf den Urkunden stehen die Namen der Braut und des Bräutigams, oft werden Spitznamen oder Kampfnamen benutzt. Zweit- und Drittfrauen werden ebenfalls genannt. Zwei Geschenke des Mannes an die werte Gattin sollen jeweils eingetragen werden. Des Öfteren waren diese Felder leer.

Das erste Geschenk wird offenbar bei der Hochzeit übergeben, das zweite soll übergeben werden, sollte der Mann fallen oder sollte es zur Scheidung kommen. Manchmal handelt es sich um eine Geldsumme. Gerne werden aber auch Kalaschnikows geschenkt. In einer Urkunde steht, der Mann werde seiner Frau zwei Verse aus dem Koran erklären, in einer anderen heißt es, er werde ihr 15 libysche Dinar schenken, das sind etwa 10 Euro. Am beliebtesten sind unter den Geschenken aber die Kalaschnikows.