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In Kleinpolen investieren mit Steuererleichterungen und EU-Hilfen


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In Kleinpolen investieren mit Steuererleichterungen und EU-Hilfen

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Wenn Unternehmen beschließen, in einem Land zu investieren, sich für andere Märkte zu öffnen, muss ein solider Grund hinter dieser Entscheidung stehen, speziell, wenn es sich um ein internationales Unternehmen handelt. Motorola ist so ein Unternehmen. Und es hat Krakau als erstes Software-Zentrum in Europa ausgewählt.

Krakau

Mehr als 350.000 Unternehmen arbeiten in der polnischen Woiwodschaft Kleinpolen. Sie wurde dadurch zu einem der führenden Wirtschaftszentren Polens, und Krakau ist ihr Investitionsmagnet. 1998 eröffnete Motorola als Krakaus erster internationaler Investor ein Büro in der Stadt. Aus den damals 30 Mitarbeitern sind inzwischen 1300 geworden, sie arbeiten im Software-Design, den Finanzen und an IT-Lösungen. Viele Faktoren haben eine Rolle gespielt beim Erfolg Motorolas in Polen, erklärt Jacek Drabik, der Geschäftsführer für Polen.

Das Motorola-Bürogebäude

Kleinpolen: Einige Fakten und Zahlen

  • Krakau wurde in diesem Jahr vom Beratungsunternehmen Tholons unter den 100 Top-Outsourcing-Zielen zur neuntattraktivsten Stadt weltweit gekürt.
  • Im fDi-Bericht European Cities and Regions of the Future 2016/2017 kam Krakau auf Platz vier für die Strategie zum Anziehen ausländischer Direktinvestitionen.
  • Die Unternehmenssteuer liegt hier bei 19%.
  • Kleinpolens Wirtschaftsleistung trägt 7,8% zu Polens Gesamt-BIP bei.

“Bei Software braucht man zwei Dinge: Quantität und Qualität. Natürlich spreche ich über Menschen. Wenn man sich Europa anschaut, kommt einem Polen ganz automatisch entgegen: hohes Bildungsniveau, und speziell in Krakau Zugang zu vielen Talenten. Wir waren der erste Investor in der Stadt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt, der Region auch mit Universitäten läuft einwandfrei. Das war auch der entscheidende Punkt für uns, nach Polen und speziell nach Krakau zu kommen.”

Motorolas Erfolg hat andere Unternehmen veranlasst, ebenfalls in der Sonderwirtschaftszone von Krakau zu investieren. 55 multinationale aber auch nationale Firmen sind da. Aus der Metallbranche, der LKW-Produktion, dem Möbelbau und Exporthandel. Die meisten polnischen Ausfuhren gehen in hochindustrialisierte Länder, 79 Prozent in Staaten der EU. Ryś ist eine der modernsten polnischen Fabriken. Der Großteil der Möbel geht nach Europa.

Die Sonderwirtschaftszone

Bogdan Gogol von Ryś: “Als lokales Unternehmen beobachten wir eine rasante Entwicklung, besonders bei Exporten. Das liegt an der guten Verbindung und den Veranstaltungen, die in der Region für ausländische Unternehmen organisiert werden.”

Eine solche Veranstaltung ist das Wirtschaftsforum in Krynica. Ein Ort für Netzwerker. Und die Plattform, auf der die Regierung die Woiwodschaft potentiellen Investoren anpreisen kann.

Jacek Krupa, Marschall Kleinpolens: “In der Region Kleinpolen haben wir ein perfekt organisiertes, wir nennen es ‘One-Stop-Shop’-Büro. Dort können Investoren hingehen und sich über all die Vorteile unserer Region informieren. Jeder Investor, der hier sein Unternehmen in Kleinpolen aufbauen will, kann für einige Jahre nach der Investition mit Steuererleichterungen rechnen.”

Auch die EU hilft der Region: Aus Brüssel fließt über das Regional Operational Programme 2014-2020 Geld nach Kleinpolen, wo dadurch immer mehr junge Menschen ihre Chance finden, ein eigenes Unternehmen auf die Beine zu stellen.

Jacek Krupa, Marschall Kleinpolens

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