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Schweres Zugunglück in New York: Nahverkehrszug rast über Gleisende in Bahnhofhalle

Bei einem schweren Zugunglück im Großraum New York sind mindestens ein Mensch getötet und 108 verletzt worden.

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Schweres Zugunglück in New York: Nahverkehrszug rast über Gleisende in Bahnhofhalle

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Bei einem schweren Zugunglück im Großraum New York sind mindestens ein Mensch getötet und 108 verletzt worden. Mindestens zwei Personen schweben in Lebensgefahr.

Nach Angaben der zuständigen Nahverkehrsverbunds NJTransit ist der Zustand einer großen Zahl der Verletzten ernst. Ein verantwortlicher Redakteur des Fernsehsenders CBS, der unmittelbar nach dem Unfall in den Bahnhof kam, sprach von einer Unzahl von Verletzten, sehr viele mit blutigen Hemden und Kopfverletzungen.

Der Unfall ereignete sich im Bahnhof Hoboken gegen 8.45 Uhr während des Höhepunkts der morgendlichen Hauptverkehrszeit.

Ein verspäteter Nahverkehrszug schoss über den Prellbock am Gleisende hinaus, pflügte durch die Bahnhofhalle, die als Warteraum für Passagiere genutzt wird, und rammte eine Wand.

Der Gouverneur von New Jersey, Chris Christie erklärte bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Unglücksort, eine Frau, die in der Bahnhofshalle gewartet habe, sei durch umherfliegende Trümmer getötet worden. Der Lokführer habe schwerverletzt das Unglück überlebt und arbeite mit den Behörden zusammen, um die Hintergründe des Unglücks aufzuklären.

Reisende berichteten, der Zug habe bei der Einfahrt in den Kopfbahnhof nicht abgebremst.


Ermittler sprachen von einem Unfall oder von operativen Versagen, es sei aber noch zu früh eine endgültige Aussage über die Unfallursache zu machen. Die Verkehrssicherheitsbehörde NTSB kündigte an, nach Übereinstimmungen mit einem Unfall aus dem Jahr 2011 zu suchen, bei dem in Hoboken ein PATH-Nahverkehrszug in den Prellbock am Ende des Gleises gerast war.

Ein Teil des Daches der Bahnhofshalle ist eingestürzt. Zahlreiche Menschen wurden in Waggons verschüttet. Sie konnten inzwischen befreit werden. Die Behörden sorgen sich um die Statik des Bahnhofsgebäudes.

Mehrere Reisende twitterten, sie seien glücklich, überlebt zu haben.

Augenzeugen sprachen von panikartigen Szenen.

Die ersten beiden Wagen des Zuges waren stark belegt, weil viele Pendler auf kürzestem Weg zu ihren Verbindungszügen wollten.

Die meisten Verletzten wurden in der Bahnhofshalle von umherfliegenden Trümmern getroffen. Der hintere Teil des ersten Waggons wurde vollständig zerstört. Die Reisenden im zweiten Waggon des Unglückszuges schlugen die Notfall-Fenster ein, um auszusteigen.

Hoboken ist nur durch den Hudson River von Manhattan getrennt und liegt im Bundesstaat New Jersey. Der Bahnhof Hoboken ist der fünft größte Bahnhof von New Jersey Transit nach Passagierzahl. Jeden Tag nutzen ihn 15.000 Pendler. Hoboken ist Endstation mehrerer Linien und Umsteigebahnhof für Pendler in die Innenstadt von New York.

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