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Ende einer historischen Mission: Rosetta schlägt auf Tschuri auf

Nach zwölf Jahren im All ist die Raumsonde “Rosetta” wie geplant auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aufgeprallt.

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Nach zwölf Jahren im All ist die Raumsonde “Rosetta” wie geplant auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko aufgeprallt. Um 13.19 Uhr (MESZ) brach der Kontakt ab. Damit ist die historische Weltraum-Mission der Europäischen Raumfahrtagentur ESA abgeschlossen. Beim Abstieg auf den Kometen analysierte “Rosetta” bis kurz vor dem Aufprall Gas, Staub und Plasma und machte letzte Nahaufnahmen. Die Wissenschaftler im Kontrollzentrum in Darmstadt sind mit der Mission zufrieden.

“Als Direktor des Europäischen Raumflugkontrollzentrums ESOC bin ich sehr stolz auf das, was unser Team geleistet hat. Das war großartig. Das beste Mittel gegen Depressionen ist nach vorne zu sehen. Es gibt ein Leben nach ‘Rosetta’, so toll das auch war. Wir sehen uns wieder bei der Marslandung am 19. Oktober”, sagte der ESA-Direktors für Missionsbetrieb und Leiter des Raumfahrtkontrollzentrums (ESOC) Rolf Densing in Darmstadt.

Zwei Jahre lang hat “Rosetta” den Kometen begleitet und eine Datenmenge gesammelt, für deren Auswertung die Wissenschaftler Jahre benötigen werden. In dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko stecken die wahrscheinlich ältesten weitgehend unveränderten Reste aus der Zeit vor 4,6 Milliarden Jahre, in der sich das Sonnensystem bildete. Die Wissenschaftler erhoffen sich von den Daten Erkenntnisse zu den Ursprüngen des Lebens.

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