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Syrien: Hilfsorganisationen fordern mehr Einsatz für Zivilisten in Aleppo

Internationale Hilfsorganisationen haben ein Ende der Bombardierungen im nordsyrischen Aleppo gefordert und verlangt, Hilfe für Kranke und Verletzte in der Stadt zu…

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Syrien: Hilfsorganisationen fordern mehr Einsatz für Zivilisten in Aleppo

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Internationale Hilfsorganisationen haben ein Ende der Bombardierungen im nordsyrischen Aleppo gefordert und verlangt, Hilfe für Kranke und Verletzte in der Stadt zu ermöglichen. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen sagte, ohne ein Ende der Angriffe könne die medizinische Versorgung im umkämpften Ostteil nicht gewährleistet werden.


Ein Mitarbeiter der Zivilschutzorganisation Weißhelme berichtete: “Russlands Luftangriffe auf Aleppo dauern an. Jeden Tag gibt es Dutzende Luftschläge in ganz Aleppo. Hier im Stadtteil al-Ansari nutzen sie unidentifiezierte Bomben, zwei Gebäude stehen in Flammen. Wir werden zurückgehalten, weil wir nicht genügend Wagen haben. Wir nutzen normale Wasser-LKWs, denn wir haben nicht genügend Feuerwehrfahrzeuge.”

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) forderte erneut die Einrichtung humanitärer Korridore in Aleppo. Die Angriffe auf Gesundheitszentren müssten aufhören. Weniger als 30 Ärzte sind derzeit in Ost-Aleppo tätig, so die WHO.


Laut Ärzte ohne Grenzen gehen die medizinischen Bestände allmählich aus. Das letzte Mal wurde im August Nachschub in die Stadt gebracht. Wegen der Belagerung und der Bombardierungen könne man aber nichts tun, hieß es von seiten der Organisation.

Vor genau einem Jahr griff Russland militärisch in Syrien ein. Seither sollen durch russische Luftangriffe fast 10.000 Menschen ums Leben gekommen sein, mehr als ein Drittel von ihnen Zivilisten. Das teilte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. Russland wies die Zahlen als unglaubwürdig zurück. Es sei fraglich, ob eine in Großbritannien angesiedelte Organisation wirklich wisse, was in Syrien geschehe.