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Medizin-Nobelpreis geht an Japaner Yoshinori Ohsumi


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Medizin-Nobelpreis geht an Japaner Yoshinori Ohsumi

Der Nobelpreis für Medizin geht in diesem Jahr an den japanischen Zellbiologe Yoshinori Ohsumi- für die Entdeckung des Autophagie-Mechanismus. Das teilte das Karolinska-Institut am Montag in Stockholm mit. Die höchste Auszeichnung für Mediziner ist mit umgerechnet 830 000 Euro (8 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert.

Der 1945 geborene Ohsumi arbeitet am Institute of Technology in Tokio und erforscht Abbau- und Recyclingprozesse in menschlichen Zellen. Bei der sogenannten Autophagie handelt es sich um einen grundsätzlichen Prozess, bei dem die Zelle ihre eigenen Bestandteile abbaut und verwertet, was der Gesunderhaltung des Körpers dient. Bei Infektionen, in Alterungsprozessen und bei der Entstehung von Krankheiten und zum Beispiel von Tumoren hat der Vorgang eine Schlüsselfunktion.

“Die Arbeit von Yoshinori Ohsumi hat das Verständnis dieses lebenswichtigen Prozesses dramatisch verändert”, heißt es in der Begründung des Nobelpreiskomitees.

Mit dem Medizin-Preis startete der Nobelpreisreigen: Am Dienstag und Mittwoch werden die Träger des Physik- und des Chemie- Nobelpreises benannt. Später folgen die Träger für den Friedens-, Literatur- und den von der schwedischen Reichsbank gestifteten sogenannten Wirtschaftsnobelpreis. Die feierliche Überreichung aller Auszeichnungen findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem
Todestag des Preisstifters Alfred Nobel.

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