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Weltbank: Erste Erfolge gegen extreme Armut - bitte mehr!


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Weltbank: Erste Erfolge gegen extreme Armut - bitte mehr!

Die Weltbank hat für einen neuen Anlauf plädiert, Ungleichheit zu bekämpfen, und zugleich davor gewarnt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich das Risiko berge, bis 2030 wie gewünscht, die extreme Armut zu beseitigen.

Im Vorfeld eines jährlichen Treffens mit dem Internationalen Währungsfonds IWF, teilte die Bank mit, die Zahl der als “extrem arm” definierten Menschen, die mit weniger als 1,90 Dollar – 1,70 Euro – pro Tag auskommen müssen, sei in den Jahren nach der Finanzkrise zurückgegangen, trotz der Flaute der Weltwirtschaft.

In Zahlen: Die Zahl der extrem Armen sei zwischen 2012 und 2013 – jüngste verfügbare Werte – um gut 11 Prozent gesunken, auf 767 Millionen.

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim hatte das Ziel gesetzt: Verringerung der Armut von knapp 11 Prozent der Weltbevölkerung auf 3 Prozent und mehr Einkommen für die ärmsten 40 Prozent in den einzelnen Ländern. Dafür seien mehr schnelleres Wachstum und Anti-Ungleichheits-Maßnahmen nötig.

“Es ist bemerkenswert, dass es Ländern gelungen ist, trotz einer Weltwirtschaft, die unter ihren Möglichkeiten bleibt, die Armut zu verringern und und den geteilten Wohlstand zu steigern – aber immer noch leben viel zu viele Menschen mit viel zu wenig”, sagte Kim. Und nur nicht zurücklehnen: Die historische Chance, die Armut zu beenden, gehe verloren, “wenn wir den Klimawandel nicht anpacken.”

Die Fortschritte im Jahr 2013 gingen vor allem auf die Entwicklung in China, Indonesien und Indien zurück. Jetzt lebt die Hälfte der Armen der Welt in Afrika südlich der Sahara. In Ostasien und der Region Pazifik (incl. China) sind im Schnitt noch 3,5 Prozent arm, 15 Prozent in Südasien (incl. Indien), 41 Prozent in Afrika südlich der Sahara.

Künftig soll der Weltbankbericht “Armut und geteilter Wohlstand” “Poverty and Shared Prosperity” jährlich erscheinen.

su mit AFP

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