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Ericsson fällt ins Loch zwischen den Mobilfunk-Generationen - Massenentlassungen

Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson streicht in seinem Heimatland fast jeden fünften Arbeitsplatz.

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Ericsson fällt ins Loch zwischen den Mobilfunk-Generationen - Massenentlassungen

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Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson streicht in seinem Heimatland fast jeden fünften Arbeitsplatz. Der angekündigte Abbau von 3.900 – von insgesamt 16.000 Arbeitsplätzen bis Ende kommenden Jahres bedeutet größtenteils das Aus für die Produktion in Schweden – auf das zuletzt aber nur noch fünf Prozent der weltweiten Fertigung entfielen. Zugleich wolle man in den nächsten drei Jahren 1.000 Ingenieure neu einstellen.

Der Konzern reagiert damit auf eine hartnäckige Branchenflaute, nach einem ein milliardenschweren Sparprogramm 2014.

Darren Sinden, unabhängiger Marktanalyst, London:

“Da gibt es in Wahrheit zwei Dinge. Zunächst einmal ist es eine schwedische Firma, und das ist eine paternalistische Gesellschaft. Also haben sie vermutlich die Arbeitsplätze nicht so schnell abgeschafft wie es nötig gewesen wäre. Zweitens sind sie in einem unglaublich umkämpften Markt.”

Die Branche sei in einem zyklischen Tief zwischen der Vierten und Fünften Mobilfunk-Generation (4G und 5G).- wobei die kommende Generation noch nicht wirklich ins Laufen gekommen sei.

Und Konkurrenten wie Huawei in China hätten wegen der geringeren Kostenbasis einen länderen Atem.

In den Industrieländern stagnieren die Geschäfte, weil die Mobilfunknetze mit der LTE-Technik (Long-Term-Evolution; bzw LTE-Advanced/4G) weitgehend ausgebaut sind. Der Übergang zur nächsten Generation 5G wird frühestens 2020 erwartet.

Ericsson hat in diesem Jahr rund ein Viertel seines Börsenwerts eingebüßt.

su mit dpa, Reuters