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Gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Washington und Moskau nach Abbruch der Syrien-Friedensgespräche

Nach dem Abbruch der Syrien-Gespräche zwischen Washington und Moskau ist eine Waffenruhe in weite Ferne gerückt.

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Gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen Washington und Moskau nach Abbruch der Syrien-Friedensgespräche

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Nach dem Abbruch der Syrien-Gespräche zwischen Washington und Moskau ist eine Waffenruhe in weite Ferne gerückt. Die nordsyrische Rebellenhochburg Aleppo erlebte in den vergangenen Tagen die heftigsten Bombardierungen der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011.

Der Pressesprecher des Weißen Hauses Josh Earnest: “Die Geduld aller mit Russland ist zu Ende. Sie haben viel von ihrer Glaubwürdigkeit eingebüßt, indem sie eine ganze Reihe von Zusagen gemacht haben, ohne einen klaren Hinweis, dass sie diese auch wirklich umsetzen wollen.”

Für die USA ist also Russland seinen Verpflichtungen nicht nachgekommen, Moskau gab dagegen den USA die Schuld am Scheitern der Verhandlungen. Washington habe das Abkommen vom September nicht erfüllt, so die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa.

Die Verhandlungen standen bereits auf der Kippe. Vorausgegangen waren etliche Beratungen und viele Telefonate zwischen den Außenministern John Kerry und Sergej Lawrow. Unter anderem gab es keine Einigung über die Frage, welche der syrischen Rebellengruppen als terroristisch und welche als gemäßigt einzustufen sind.

Die Bodenoffensive der syrischen Armee unterstützt von der russischen Luftwaffe zur Rückeroberung der teilweise von Rebellen gehaltenen nordsyrischen Stadt Aleppo stößt vor- hunderte Zivilisten wurden seit dem Scheitern der Waffenruhe getötet und die humanitäre Notlage für die Menschen spitzt sich weiter zu.

Nach UN-Angaben sind mindestens drei Krankenhäuser getroffen worden, darunter eine Kinderklinik für Tausende Patienten. Die Vereinten Nationen warnten vor einem Zusammenbruch der medizinischen Einrichtungen. Kritiker werfen Syrien und Russland vor, absichtlich Krankenhäuser ins Visier zu nehmen. Beide Länder weisen den Vorwurf zurück und erklärten, sie kämpften in Syrien gegen Terroristen.